Classic Cars: Nützliche Hinweise für die optimale Oldtimerpflege

Autos aus vergangenen Zeiten sind zumeist beliebte und bestaunte Seltenheiten. Daher ist es der Traum vieler Autofahrer, so einen Wagen einmal sein Eigen zu nennen. Über die klassischen Oldtimer-Modelle hinaus sind dabei immer stärker auch sogenannte „Youngtimer“ angesagt: Betagtere Autos, die noch keine 30 Jahre alt und somit noch nicht im klassischen Oldtimer-Alter sind, aber stark darauf zugehen. Egal, ob man sich letztendlich für die jüngere oder ältere Variante entscheidet: Derartige Klassiker haben in jedem Fall eine besondere Pflege nötig.

Oldtimerpflege: Werterhalt des Fahrzeugs

Das Interesse an Oldtimern entsteht oft aus den verschiedensten Motivationen heraus: Bei vielen spielt die Rückbesinnung an beliebte Autos aus der Kindheit oder den ersten eigenen Wagen eine Rolle. Andere zieht der sehnsüchtige Blick auf längst vergangene Zeiten in den Bann. Eine große Zahl der Oldtimerfreunde sieht ihr Traumauto auch als Geldanlage, deren Wert sich mit den Jahren steigert – vorausgesetzt natürlich, der Oldtimer wird professionell und regelmäßig gepflegt. Denn an den modernen Rostschutz der aktuellen Fahrzeuggeneration hat vor 30 oder 40 Jahren noch niemand gedacht. Die größte Gefahr für einen Oldtimer ist daher Korrosion. Da hilft es nur, einen guten Abstellplatz mit gutem Luftaustausch und geringer Feuchtigkeit zu beschaffen und dennoch auftretende Roststellen nach Möglichkeit schnellstmöglich zu eliminieren ehe der Rostfleck weiter um sich greifen kann.

Oldtimer warten: regelmäßige Ölstandkontrolle

Auch das Säubern der gesamten Blechverkleidung in regelmäßigen Abständen sollte für die Pflege des Oldtimers selbstverständlich sein. Verschmutzungen von Gelegenheitstouren sollten beispielsweise möglichst rasch behoben werden. Wichtiger Bestandteil einer Oldtimerwartung ist auch eine regelmäßige Überprüfung der Technik. Ist beispielsweise der Ölstand noch ausreichend und das Öl immer noch sauber – oder sollte es schon gewechselt werden? Hobby-Schrauber sollten sich dabei übrigens nicht an den Ölwechsel-Intervalle moderner Fahrzeug orientieren: Oldtimer benötigen weit häufiger frisches Öl – mitunter schon nach 5.000 Kilometern. Auch moderne, synthetische-Öle sind für einige Oldtimer zum Beispiel ungeeignet. Alternativ ist die Verwendung spezieller Oldtimer-Öle angeraten.

Die passende Oldtimer-Bereifung finden

Nicht nur der Ölstand-Check, sondern auch alle weiteren grundlegenden Kontrollen am Fahrzeug sollten beständig durchgeführt werden – das betrifft sowohl Licht und Bremsflüssigkeit als auch Felgen und Reifen. Sind die Reifen auf der letzten Tour vielleicht beschädigt worden? Bereits kleinste, kaum sichtbare Schäden erhöhen das Unfallrisiko. Betroffene Reifen sind daher möglichst schnell zu erneuern. Aber auch die Kontrolle von Reifenfülldruck und Profiltiefe gehört zur Oldtimerwartung dazu – genau wie bei allen aktuellen Serienfahrzeugen auch. Wer Ersatzreifen benötigt, sollte zielgerichtet bei Spezialanbietern anfragen, denn diese führen auch für Klassiker die richtigen Reifen. Bequem und zügig finden sich etwa in Internetshops neben regulärer Bereifung mittlerweile auch Oldtimerreifen, die hier direkt und komfortabel bestellen und nach Hause liefern lassen kann.

Oldtimer-Reparatur: seltene Original-Ersatzteile

Das Auffinden von Ersatzteilen für seltene Modelle stellt Begeisterte häufig vor große Schwierigkeiten: Meist sind Original-Ersatzteile gar nicht mehr zu erwerben. Andererseits sind Oldtimer-Liebhaber sehr auf den originalgetreuen Zustand ihres Fahrzeugs bedacht. Abhilfe schaffen hier etwa Online-Foren, Oldtimer-Clubs und verschiedene Online-Communities, in denen sich Gleichgesinnte austauschen können. Und noch ein gutgemeinter Rat zur Oldtimerwartung: Die Mehrzahl der Besitzer schraubt mit Enthusiasmus in Eigenregie am eigenen Wagen. Wo allerdings Sicherheitsrisiken bestehen, wie beispielsweise bei der Bremsanlage, oder falls die eigenen Kenntnisse nicht genügen, sollte in jedem Fall ein Profi hinzu gezogen werden – vorzugsweise in einer Oldtimer-Werkstatt. Gerade bei betagten und meist wertvollen Autos sollte die Sicherheit immer an der Poleposition stehen.

Youngtimer oder Klassiker?

Nach welchen Kriterien wird ein Auto überhaupt zum Oldtimer? Generell hängt dies mit der Zulassung durch ein „H“-Kennzeichen für historische Modelle zusammen. Diese Kennzeichen erhalten ausschließlich Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind. Damit gehen vor allem Vorteile beim Einstufen in die Kfz-Steuer einher: Die Steuererhebung ist nämlich nicht an Hubraum oder Schadstoffwerte gekoppelt und beträgt für Kraftfahrzeuge pauschal 191 € und sogar nur 46 € für Krafträder. Dieser Status wird allerdings nur gewährt, wenn die Dreißig-Jahr-Marke überschritten wurde. Anders verhält sich dies mit den immer begehrteren „Youngtimern“: Autos, die sich erst auf das Oldtimer-Alter zu bewegen.

Junge Klassiker sind immer angesagter

Im Gegensatz zu den typischen Klassikern stehen „Youngtimer“ selten bloß zur Bewunderung in ihrer Garage, sondern werden oft sogar im Alltag genutzt. Gerade jüngere Fahrer bevorzugen eher die „Klassiker der Zukunft“. Aber aufgepasst: Hier werden die Kfz-Steuern nach den generell gültigen Standards berechnet. Eines ist dennoch sicher: Um einen Youngtimer in das reife Alter eines Oldtimers zu bringen, ist ein deutlich größerer Pflegeaufwand als bei einem modernen Auto nötig.

Pflege des Oldtimers: Hierauf sollte man Wert legen

Automobile Kleinode erfordern eine spezielle – vor allem aber auch eine regelmäßige – Pflege. Die fünf gewichtigsten Hinweise dazu hier im Überblick:

  • Beständige Kontrolle des technischen Zustands – wesentlich häufiger als die eines modernen Autos.
  • Das Auto immer frei von Verschmutzungen halten und trockene Unterstellmöglichkeiten schaffen, um Korrosion möglichst zu vermeiden.
  • Bereits entstandenen Rost möglichst zeitnah entfernen und Schadstellen restaurieren.
  • Regelmäßig Ölwechsel vornehmen und hierzu nur passende Spezialöle für Klassiker-Modelle verwenden.
  • Regelmäßige Säuberung der Reifen, auf eventuell auftretende Schäden achten und Reifendruck und Profiltiefe überprüfen.

Foto: © djd/ReifenDirekt/Stéphane Horber

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