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Corona-Datenspende-App kämpft mit Messlücken

Die Corona-Datenspende-App des Robert-Koch-Instituts (RKI), die Anfang April noch vor dem Start der Corona-Warn-App vorgestellt wurde, kämpft mit Messlücken. Es habe sich gezeigt, dass das Projekt nur bedingt hilfreich sei, berichtet der "Spiegel". Aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion geht hervor, dass die Kosten der App in diesem Jahr allerdings bei rund einer Million Euro lagen.

Mehr als 500.000 Nutzer haben die App geladen. Sie stellen darüber Fitnessdaten ihrer Tracker, Uhren oder anderer tragbarer Geräte zur Verfügung. Eine besondere Rolle spielen dabei Fiebermessungen. Allerdings liegen die Daten oft nur lückenhaft vor, wie die Regierung jetzt einräumt. Apple-Watches etwa würden "nahezu nie nachts getragen". Nur die allerwenigsten Nutzer spendeten daher jeden Tag und ohne Unterbrechung ihre Daten. Derzeit sei vorgesehen, das Projekt zum 31. Dezember zu beenden. Um es zu verlängern, brauche es eine "nachhaltige Finanzierung". Der Betrieb kostet derzeit monatlich 81.000 Euro. Für den FDP-Gesundheitspolitiker Wieland Schinnenburg "steht die Erhebung der Fitnessdaten in keinem Verhältnis zum Nutzen". Er forderte, dass die Regierung ihren Fokus auf "wirksame" Projekte zur Eindämmung der Pandemie verlegen müsse. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Jogger, über dts Nachrichtenagentur

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