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Corona: Intensivmediziner fordert Umstellung auf Notbetrieb

Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), hält angesichts steigender Corona-Zahlen eine Umstellung der deutschen Krankenhäuser auf einen Corona-Notbetrieb für dringend geboten. "Die Krankenhäuser müssen aus dem Regelbetrieb herausgenommen und auf Notbetrieb umgestellt werden", sagte er dem "Mannheimer Morgen" (Dienstagausgabe). Nicht zwingend notwendige Operationen müssten abgesagt werden.

Die Politik forderte er zum Handeln auf. "Denn wenn das nicht verordnet wird, ist auch niemand für die finanziellen Ausfälle zuständig." Seine Befürchtung: Ohne Kompensation würden die Krankenhäuser nicht umstellen. "Aber an einem Notbetrieb führt kein Weg vorbei." Positive Auswirkungen des Lockdowns würden sich frühestens in zwei bis drei Wochen bemerkbar machen, sagte der Eschweiler Chefarzt weiter. Er befürchtet zunächst weiter steigende Corona-Zahlen, die die deutschen Intensivstationen an den Rand der Belastbarkeit bringen werden. "Schon jetzt befinden sich mehr Covid-Patienten auf den Normalstationen als im Frühjahr", sagte der Mediziner. Zudem geht Janssens davon aus, dass das vergangene "Feierwochenende" zu einer weiteren Ausbreitung des Virus geführt hat. "Das war ein Tanz auf dem Vulkan." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

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