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CSU-Verteidigungspolitiker gegen Stopp von Drohnen-Projekten

München - Der CSU-Verteidigungspolitiker Florian Hahn hat sich gegen ein Ende der Drohnenprojekte Deutschlands ausgesprochen. Zwar sei es richtig, die ausstehenden vier Flugzeuge vom Typ Euro-Hawk nicht mehr zu beschaffen. "Wir sollten allerdings nicht das ganze Projekt auf Eis legen. Der deutsche Anteil, die Aufklärungstechnologie, funktioniert sehr gut. Hier muss die Qualifizierung weitergehen. Sonst wäre noch mehr Geld verloren", sagte Hahn der "Welt".

Er wandte sich damit gegen Vorschläge aus der Koalition, bis zur Klärung der aktuellen Vorgänge sämtliche Projekte zu stoppen. "Ein Moratorium würde uns zurückwerfen." Der CSU-Politiker wirft den Verantwortlichen in den USA vor, Deutschland nicht über die Probleme informiert zu haben. "Wir sind von den Erbauern des Trägersystems in den USA offensichtlich zum Narren gehalten worden," sagte Hahn. Aus dem Debakel müsse die Konsequenz gezogen werden, dass Europa selbst in die Lage kommen müsse, solche Projekte ohne fremde Hilfe zu stemmen. Hahn, der auch Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, verteidigte das bisherige Vorgehen von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU). Er erwarte jedoch einen vollständigen Bericht. "Der Verteidigungsminister hat schnell und konsequent gehandelt. Ich vertraue auf einen lückenlosen Bericht, den er uns in zwei Wochen vorlegen will."(dts Nachrichtenagentur)


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