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CSU-Vize Schmidt fordert Unterstützung für Seehofer

CSU-Vize Christian Schmidt hat CSU-Chef Horst Seehofer gegen innerparteiliche Kritiker in Schutz genommen und zu Geschlossenheit aufgerufen. „Die Reihen zu schließen ist eine Verpflichtung für uns alle. In der Operation Jamaika muss die CSU eine Truppe aus einem Guss sein, sonst werden wir keinen Erfolg haben“, sagte Schmidt der „Passauer Neuen Presse“ (Montagsausgabe).

„Es geht nicht um besondere Höflichkeit gegenüber Horst Seehofer, sondern um Unterstützung unseres nun wirklich erfahrenen Verhandlungsführers im Interesse hoher Wirkmacht der CSU“, erklärte Schmidt. Seehofer habe noch genügend Unterstützung in der Partei und brauche nun allen Rückhalt bei den Sondierungs- und möglichen Koalitionsverhandlungen. Personalfragen dürften erst auf dem Parteitag im Dezember gestellt werden, forderte Schmidt. Eine verfrühte Debatte schade nicht nur Seehofer, sondern auch dessen innerparteilichen Gegnern: „Wenn sich die CSU jetzt nicht geschlossen und mit voller Kraft bei den Sondierungen in Berlin einbringen kann, dann wird es nicht nur auf dem Parteitag sehr, sehr schwierig werden, egal wer sich zur Wahl stellt.“ An die Adresse von Markus Söder, der der CSU am Wochenende ein Glaubwürdigkeitsproblem attestiert hatte, erklärte Schmidt: „Markus Söder spricht damit die zentrale Aufgabe an: Wir müssen unsere CSU-Positionen, mit denen wir den Wahlkampf bestritten haben, bei den Berliner Verhandlungen erkennbar zur Geltung bringen. Das ist die Glaubwürdigkeitsprüfung, vor der wir stehen.“

Foto: Christian Schmidt, über dts Nachrichtenagentur

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