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Daimler-Großinvestor gegen Zetsche als Aufsichtsratschef

Gegen die Rückkehr des ehemaligen Daimler-Chefs Dieter Zetsche als Vorsitzender des Aufsichtsrats formt sich zunehmend Widerstand. David Herro, Vize-Chef des mit gut fünf Prozent an Daimler beteiligten US-Fonds Harris Associates, sprach sich im „Manager Magazin“ gegen ein Aufsichtsratsmandat für Zetsche aus. Es „wäre ein sehr schwaches Signal“, Zetsche zum Chef des Kontrollgremiums zu machen, sagte Herro dem Magazin. Er fragte, warum jemand Aufsichtsrat werden sollte, „der fünf Jahre Wertvernichtung zu verantworten hat“. Zuvor hatten sich schon andere Investoren dagegen ausgesprochen, dass Zetsche den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt. Zetsche hatte den Automobilbauer von 2006 bis 2019 geführt. In seine Zeit fiel auch die Verwicklung des Konzerns in den Dieselskandal.

Der Aufsichtsrat hatte Ende 2018 vorgeschlagen, Zetsche solle den Vorsitz des Gremiums 2021 von Manfred Bischoff übernehmen. Herro forderte stattdessen eine Auffrischung des Aufsichtsrats. „Wir brauchen Leute, die etwas vom Automobilgeschäft verstehen“, sagte er. Den Vorsitz soll jemand übernehmen, der sich „wirklich um die Interessen der Aktionäre und insgesamt aller Stakeholder“ kümmere; und nicht jemanden, „der Teil des Problems war“. Einen konkreten Vorschlag wollte Herro nicht machen. Zetsches Nachfolger Ola Källenius warnte die Aktionäre in seiner Amtszeit schon dreimal vor sinkenden Gewinnen. Das zeige vor allem, „wie schlecht Daimler in der Vergangenheit gemanagt wurde“, so Herro. Källenius habe die Probleme erkannt. Er müsse sie jetzt nur anpacken.

Foto: Mercedes-Stern, über dts Nachrichtenagentur

 

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