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Das Für und Wider des Mammographie-Screenings

MammographieMünchen – Seit einiger Zeit steht die Mammographie als Methode zur Früherkennung von Brustkrebs immer häufiger in der Diskussion. Bisher werden alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren, bei denen bisher noch kein Brustkrebs diagnostiziert worden ist, im Turnus von zwei Jahren zur Mammographie – also der Röntgenuntersuchung – der Brüste eingeladen.

Die Mammographie-Untersuchung wird nur zögernd angenommen

Dieses Programm zur Brustkrebs Früherkennung durch Mammographie wurde im Jahre 2004 erstmals eingeführt, wobei diese Untersuchung grundsätzlich sowohl von den privaten als auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Jedoch wird das Angebot bisher noch nicht einmal von der der Hälfte der Frauen angenommen, die im Rahmen dieses Screening Programms angeschrieben wurden.

Die Kritiker dieser Art der Brustkrebs-Diagnostik führen unter anderem die unbestimmte Erfolgsquote dieser Untersuchung ins Feld. Dabei ist nicht nur die Quote der unentdeckten Krebsgeschwüre gemeint, sondern auch die der falsch diagnostizierten Veränderungen. Viele werden in aller Regel zwar nach der Entnahme und Auswertung einer Gewebeprobe als harmlos eingestuft, jedoch wächst in diesem Zusammenhang die Ungewissheit der Patientin und führt oftmals zu besonderer psychischer Belastung. Bei Frauen mit besonders dichtem Brustgewebe ist die Methode des Mammographie-Screenings mittels Röntgenstrahlung nahezu nicht anwendbar, da sie keine brauchbaren Ergebnisse liefert. Außerdem ist das Verfahren nicht zuletzt wegen der hohen Belastung mit Röntgenstrahlung äußerst umstritten und wird deshalb auch nur bei älteren Frauen angewandt.

Die Statistik besitzt noch keine Aussagekraft

Den Verfechtern der Theorie der geringen ist jedoch entgegenzuhalten, dass bisher zwar noch keine belastbaren Zahlen geliefert werden können, welche Auswirkungen diese Art der Untersuchung an der Früherkennung von Brustkrebs hat. Dazu ist die Zeitspanne der Statistik einfach noch zu kurz, denn erst seit 2012 wird der Nutzen des deutschen Mammographie-Screenings gezielt ausgewertet, so dass wirklich repräsentative Ergebnisse erst im Zeitraum 2019/2020 zu erwarten sein dürften.

Mammographie liefert immer bessere Ergebnisse

Trotz aller kontroversen Diskussionen ermöglicht die Mammographie eine wesentlich bessere Untersuchung des Brustgewebes als die Tastuntersuchung, die meist erst dann „Ergebnisse“ zutage fördert, wenn die Veränderung des Gewebes schon relativ weit fortgeschritten ist. In vielen Fällen handelt es sich dann bereits um einen ausgewachsenen Tumor, der in aller Regel schwieriger zu behandeln ist.

Dagegen können mit dem Mammographie-Screening bereits kleinste Gewebeveränderungen diagnostiziert werden, was in vielen Fällen lebensrettend sein kann, denn wird Brustkrebs in einem so frühen Stadium entdeckt, bestehen statistisch gesehen bei neun von zehn Frauen heilbar.

Foto: © Jonas Glaubitz – Fotolia

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