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Debatte um Frauenquote für Aufsichtsräte nützt bislang vor allem ausländischen Frauen

Berlin – Der politische Druck auf Unternehmen, den Frauenanteil in Aufsichtsräten zu erhöhen, kommt bislang vor allem ausländischen Managerinnen zu Gute. Einer Studie der Personalberatung Heidrich & Struggles zufolge haben sich die 30 Dax-Konzern bei der Neuberufung von Aufsichtsräten im ersten Halbjahr 2012 zwar redlich bemüht, weibliche Mandatsträger an Bord zu holen. Dabei kommen jedoch vor allem Frauen aus dem Ausland zum Zuge.

Deutsche Kandidatinnen indes sind klar in der Minderheit. Der Studie zufolge sind im ersten Halbjahr 2012 in den Kontrollgremien der 30 größten börsennotierten Unternehmen hierzulande auf der Arbeitgeberseite 27 neue Aufsichtsräte eingezogen – wobei der Frauenanteil mit 37 Prozent so hoch war wie wohl niemals zuvor. Allerdings war das Gros der berufenen Damen ausländischer Herkunft: Acht der insgesamt zehn neuen Kontrolleurinnen kommen de facto nicht aus Deutschland. Bei den Herren dagegen stammen nur vier von insgesamt 17 neuen Aufsichtsräten aus dem Ausland. Auf Seiten der Männer liegt der Anteil der Deutschen somit bei 76 Prozent, bei den Frauen hingegen nur bei 20 Prozent. Auf der Suche nach kompetenten Kandidaten schauten sich die Unternehmen naturgemäß auch im Ausland um, begründet Christine Stimpel, Deutschland-Chefin von Heidrick & Struggles. Ausländische Managerinnen seien dabei besonders begehrt. „Vielfalt ist ja nicht nur mit Blick auf die Geschlechter sondern auch kulturell gefragt: Da schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.“(dts Nachrichtenagentur)

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