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Deutsche Post-Vorstand befürwortet Preiserhöhung für schwere Pakete

Der Post-Vorstand Tobias Meyer befürwortet höhere Preise für schwere Pakete. "Ich würde es grundsätzlich für richtig halten, wenn zum Beispiel die Preise für schwere Pakete erhöht werden könnten, da sie zu einer höheren körperlichen Belastung für unsere Beschäftigten führen", sagte Meyer, Vorstand der Deutschen Post für den Bereich Post und Pakete, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Wegen regulatorischer Auflagen sei dies in diesem Jahr aber nicht möglich gewesen.

Es gebe dazu auch keine konkreten neuen Planungen, sagte er. Aktuell plane die Post für Privatkunden keine Preiserhöhungen. Die Post-Zustellung an nur noch fünf anstatt sechs Tagen hält Meyer grundsätzlich für möglich. "Europaweit ist die Fünf-Tage-Zustellung festgeschrieben. Es wäre sinnvoll, dass das deutsche Recht diesem Mindeststandard angepasst wird", sagte Meyer. Dies bedeute aber nicht, dass eine Fünf-Tages-Zustellung automatisch für alle Produkte in Betracht komme. Denkbar sei eine solche Zustellung aber etwa bei Briefen. "In der Praxis werden heute mehr als 90 Prozent aller Briefe gewerblich versendet. Da kaum ein Unternehmen am Wochenende arbeitet, ist die Briefmenge montags mit großem Abstand zu den anderen Wochentagen am geringsten", sagte der Post-Vorstand. Stark nachgefragt seien aktuell die digitalen Lösungen der Post, so Meyer. Seit Juli bietet die Deutsche Post Kunden von "web.de" und "gmx.de" digitale Briefankündigungen an. "Das Interesse daran ist sehr groß, eine halbe Million Kunden wollen sich dafür registrieren", sagte Meyer. Im nächsten Jahr solle zudem noch die Möglichkeit der digitalen Kopie hinzukommen, mit der Kunden sich auch den Inhalt digital anzeigen lassen können. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Packstation der Deutschen Post, über dts Nachrichtenagentur

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