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Deutsche Stromindustrie: Maßlosigkeit oder Notwendigkeit?

fossile Energie

Deutschland ist weltweit führend bei der Förderung neuer Energien. Dementsprechend erfreulich liest sich der Fortschritt. Dennoch bleiben die großen Versorger ihrem Kurs treu, weiterhin in fossile Energie zu investieren, und das, obwohl der Markt längst als gedeckt gilt.

Sind neue Kraftwerke überhaupt nötig?

Klar ist: Ein Leben ohne Strom ist in der modernen Gesellschaft nicht möglich, und zwar auf allen Ebenen. Nicht umsonst sind störungsfreie USV Anlagen, wie es sie etwa bei der NTC GmbH gibt, in der Industrie unabdingbar. Um die Versorgung der Millionen Privathaushalte kümmern sich weiterhin die großen Anbieter. Kritische Stimmen hinterfragen jedoch, ob man angesichts der Energiewende tatsächlich so viele neue fossile Kraftwerke braucht, wie sie aktuell ans Netz gebracht werden. Jüngstes Beispiel ist EnBW, das Ende Juni ein neues Kohlekraftwerk (mit 642 Millionen Watt Leistung) in Betrieb nahm.

Mehr Kapazitäten, niedrigere Preise? Theoretisch möglich

Insgesamt rechnet man bis 2016 mit einem weiteren Anstieg der Kapazitäten in Deutschland, fossile und alternative Energien zusammengerechnet. Für Endverbraucher könnten das gute Nachrichten sein, denn normalerweise fallen dadurch die Preise. Wie gesagt: normalerweise. Ob die Konzerne sich zu spürbaren Preissenkungen durchringen können, bleibt nämlich eine andere Frage. Die Geschichte rät Verbrauchern, trotz bester Vorzeichen nicht allzu optimistisch zu sein.

Deutschland bestätigt guten Ruf

Abgesehen von der Preisfrage kann Deutschland mit Stolz und Zuversicht auf das Projekt Energiewende schauen. Der Ertrag aus Solaranlagen ist höher denn je, das Ziel von 45 Prozent regenerativer Energie bis 2025 scheint realistisch zu sein, außerdem ist der Stromverbrauch in Deutschland auf den Stand von 2009 gesunken, und das trotz immer mehr technischer Geräte in Beruf und Privatleben. Die Spitzenposition in Europa scheint also in Stein gemeißelt. Gleichzeitig verlangt EU-Kommissar Oettiner eine Europäisierung der Fördersysteme. Auf diese Weise könnten deutsche Verbraucher weitere Preisvorteile erhalten, denn in anderen Teilen Europas lässt es sich wesentlich günstiger produzieren. Auch das umstrittene Gas-Fracking soll im Zuge der Effizienz beibehalten werden, da es laut Oettinger rund zehn Prozent des Bedarfs abdecken könnte.

Bild: © Comstock/Stockbyte/Thinkstock

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