Deutsche Wirtschaft macht mehr Umsatz im Bereich Luftreinhaltung

Die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland haben im Jahr 2020 rund 11,7 Milliarden Euro Umsätze mit Gütern und Leistungen im Bereich Luftreinhaltung erwirtschaftet. Das entspricht 14,8 Prozent des gesamten Umsatzes für den Umweltschutz (78,9 Milliarden Euro), teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz im Bereich Luftreinhaltung um 1,1 Milliarden Euro (+ 10,8 Prozent).

Fast die Hälfte der Umsätze (46,5 Prozent) entfielen auf Luftreinhaltungsprodukte für die Abgas- und Abluftbehandlung für gas- und dampfförmige Stoffe. Diese wurden zum großen Teil mit der Herstellung von Systemen zur katalytischen Abgasreinigung (z. B. Katalysatoren) erwirtschaftet (4,5 Milliarden Euro). Der Zuwachs ist zum größten Teil auch auf die Elektromobilität zurückzuführen, die seit 2019 erhoben wird. Die Umsätze für Güter und Leistungen der Elektromobilität legten gegenüber dem Jahr 2019 um 36,6 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Im Jahr 2020 wurden die meisten umweltschutzbezogenen Umsätze mit 58,2 Milliarden Euro (73,7 Prozent) im Verarbeitenden Gewerbe erzielt. Davon entfielen rund 11,0 Milliarden Euro (18,9 Prozent) auf die Luftreinhaltung. Zu den ökonomisch wichtigsten Wirtschaftsabteilungen der Luftreinhaltung im Verarbeitenden Gewerbe zählen die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit 3,1 Milliarden Euro (28,6 Prozent) und die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen mit rund 1,9 Milliarden Euro (17,7 Prozent). Der Anteil der Elektromobilität an den Maßnahmen zu Luftreinhaltung in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes lag bei 3,1 Milliarden Euro (89 Prozent), so die Statistiker.

Die meisten Umsätze entfielen dabei mit 1,8 Milliarden Euro (50,9 Prozent) auf die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen, gefolgt von der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit einem Umweltumsatz von 878 Millionen Euro (25,3 Prozent). Die Elektromobilität umfasst die Herstellung von Antriebs- und Steuerungstechnik für Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeugen, beschränkt auf Pkw, Lkw, Busse sowie Großkomponenten in Zusammenhang mit der Elektromobilität, zum Beispiel Herstellung und Installation von Ladestationen. Die Umweltschutzwirtschaft im Bereich der Luftreinhaltung in Deutschland ist fast gleichmäßig auf den Inlandsmarkt (6,5 Milliarden Euro bzw. 55,2 Prozent) und Auslandsmarkt (5,2 Milliarden Euro bzw. 44,8 Prozent) ausgerichtet.

Von den Umsätzen mit Umweltschutzmaßnahmen für die Elektromobilität entfielen im Jahr 2020 83,1 Prozent auf Abnehmer im Inland (2,9 Milliarden Euro). 16,9 Prozent oder 586 Millionen Euro entfielen auf den Export von Umweltschutzgütern. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: E-Auto-Ladestation, über dts Nachrichtenagentur

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