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Deutsche Wohnen fordert Staatsgeld für Mieter

Der Vorstandschef der Deutschen Wohnen, Michael Zahn, schlägt bei energetischen Sanierungen Staatszuschüsse zur Miete vor. "Die Erlöse aus dem Handel mit CO2-Zertifikaten liegen beim Staat und müssen für Klimaschutz ohnehin reinvestiert werden. Warum also nicht im Gebäudebereich, wo sie der Nutzer auch bezahlt hat?", sagte Zahn der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Teile dieser Kosten für energetische Sanierungen dürfe der Vermieter auf die Miete umlegen. Zahn empfiehlt, dass der Staat aus den Einnahmen für CO2-Zertifikate einen Zuschuss zu diesen Mieterhöhungen zahlt. Die Deutsche Wohnen steigt bald in den DAX auf. Gleichzeitig stimmen die Berliner demnächst darüber ab, ob die Deutsche Wohnen enteignet werden soll. In der FAS verteidigte Zahn sein Geschäft: "Kleine Vermieter investieren deutlich weniger als wir. Vielen fehlt es an Kapital. In unseren Beständen finden Sie keine Stromleitung mehr aus dem Jahr 1920." Dass die Deutsche Wohnen zum Ziel einer Enteignungsinitiative geworden ist, begründete er mit dem Zeitgeist: "Richtig ist, dass in ganz Deutschland die Politik angesichts steigender Mieten unter Druck geraten ist. Darunter leidet auch der Ruf der Deutschen Wohnen. Wir kamen uns zeitweise vor wie ein Prellbock des Zeitgeistes." Zahn sagte der FAS, er rechne weder mit einer Enteignung noch damit, dass der Mietendeckel in Berlin Bestand habe. Die Grundstimmung in Berlin sei nicht für eine Enteignung, bei den jüngsten Demonstrationen habe die Beteiligung abgenommen. Und: "Ich rechne damit, dass wir 2021 eine Entscheidung zum Mietendeckel bekommen. Wir gehen davon aus, dass das Land Berlin dieses Gesetz nicht beschließen durfte. In der Zwischenzeit wenden wir das Gesetz voll an. Das heißt, es wird in den nächsten Monaten keine weitere Modernisierungsumlage geben, aber wir sanieren erst einmal weiter."

Foto: Mietwohnungen, über dts Nachrichtenagentur

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