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Deutschlands Privatanleger bleiben Aktienmuffel

Deutschland ist und bleibt kein gutes Pflaster für den Aktienhandel von Privatanlegern. Trotz großer Sparguthaben, einer florierenden Wirtschaft mit steigenden Löhnen und niedrigen Sparzinsen sind die Anleger nur schwer von Aktien zu überzeugen. Im Vergleich etwa zum angelsächsischen Raum bleibt das Aktivitätsniveau deutscher Anleger auf dem Aktienmarkt damit äußerst gering.

Während in Großbritannien oder in den USA schon lange eine Aktienkultur herrscht, lassen deutsche Sparer diese Möglichkeit noch viel zu oft ungenutzt verstreichen und verlieren auf diese Weise sehr viel Geld. So verharrt hierzulande die Aktionärsquote mit etwa 14 Prozent weiterhin im niedrigen zweistelligen Bereich. Nimmt man aus dieser Zahl den Anteil der Fondsbesitzer heraus, kommt man sogar nur auf eine direkte Aktionärsquote von um die 7 Prozent. International sehen die Aktionärsquoten ganz anders aus: In den USA und Großbritannien liegen diese bei 25, beziehungsweise 23 Prozent und damit mehr als dreimal so hoch. Spitzenreiter bei den Aktienbesitzern sind die Niederländer mit einer Quote von 30 Prozent. Ein Wert, der in Deutschland auf Jahre unerreichbar scheint.

Dabei war es nie so einfach wie heute, Aktien zu kaufen. Wo früher in Zeitungen und an den Aushängen der Börsen umständlich die Kurse studiert werden und danach in einem umfangreichen Orderbogen die Käufe schriftlich eingetragen werden mussten, reicht heute meist ein Klick. Dank rasend schneller Internetverbindungen ist es heutzutage bei Onlinehändlern wie Weiss Finance ein leichtes, die Kurse diverser Anlageformen in Echtzeit zu verfolgen und per Klick die gewünschten Orders zu tätigen. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Unternehmenswerte handeln, denn bei den Onlinebrokern kann auch in Währungen, Derivate, Fonds oder Rohstoffe investiert werden.

Trotz dieser bequemen Möglichkeit, blicken viele Deutsche weiterhin skeptisch auf derartige Anlageformen. Trotz der Zinsen nahe Null lassen sie ihr Geld auf Sparkonten, wo sie keinerlei Rendite abwerfen. Dies hat sich trotz der jahrelangen Niedrigzinsphase nicht groß geändert. Immerhin gibt es mit jüngeren Anlegern einen Lichtblick, denn für diese rücken die Unternehmenswerte verstärkt in den Fokus. Dabei stellen sie meist kein eigenes Portfolio zusammen, sondern verlassen sich auf Index- und Mischfonds, bei denen ihnen die Investitionsentscheidung abgenommen wird Ein Großteil der Bundesbürger bleibt der Börse jedoch weiterhin fern und investiert lieber in Fest- oder Tagesgeld, Sparbücher oder die eigene Immobilie. Letzteres ist immerhin eine Anlageform, die angesichts der positiven Entwicklung auf dem Immobilienmarkt eine gute Rendite abwerfen kann. Dabei sollten Anleger sich jedoch stets vor Augen halten, dass sich Anleihen, Fonds und Aktien quasi innerhalb von Sekunden zu Geld machen lassen. Der Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses nimmt da schon sehr viel mehr Zeit in Anspruch und kann darüber hinaus viel Geduld und Nerven kosten.

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