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DGB verlangt Kooperation der Union bei Homeoffice-Gesetz

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, hat die Union aufgefordert, sich nicht gegen ein Recht auf Homeoffice zu stellen. "Dass wir bei mobiler Arbeit Regeln brauchen, ist doch offensichtlich", sagte Hoffmann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben). Jetzt gehe es darum zu klären, wie der im Koalitionsvertrag vereinbarte Rechtsrahmen ausgestaltet werde, setzte er hinzu.

"Gerade in der aktuellen Krise müssen wir schnell zu einem Standard für gute mobile Arbeit kommen. Wir fordern die CDU deshalb auf, keine Barrikaden aufzubauen", so Hoffmann. Ein Rechtsanspruch sei im Koalitionsvertrag nicht ausgeschlossen. "Es geht um mehr Selbstbestimmung und Sicherheit für die Beschäftigten und nicht um irgendwelche `Belastungsorgien`", so der DGB-Chef. "Die CDU wäre klug beraten, sich diesen berechtigten Ansprüchen der Beschäftigten nicht zu verschließen." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor dem Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine Absage erteilt. So wie der Vorschlag vorliege, werde er in dieser Legislaturperiode nicht mehr den Bundestag verlassen, hatte sie während einer Vollversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Berlin gesagt. Heil will mit einem "Mobile Arbeit Gesetz" einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice schaffen, der 24 Tage im Jahr betragen würde. Das Recht soll nach den Plänen des Ministers aber nur gelten, wenn die Tätigkeit für die Arbeit im Homeoffice geeignet ist und keine betrieblichen Gründe dagegen stehen. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

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