Armbanduhr 660x330 - Die Armbanduhr – ein Auslaufmodell?

Die Armbanduhr – ein Auslaufmodell?

In Zeiten von Smartphone und Tablets haben sich Armbanduhren schnell vom praktischen Zeitmesser zum rein modischen Statement entwickelt, das mehr und mehr an Bedeutung verliert. Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov schauen nur noch 27 Prozent der 18–24-Jährigen auf ihr Handgelenk, um nachzusehen, wie spät es ist. Zwei Drittel hingegen werfen lieber einen schnellen Blick auf ihr Handy . Genau andersherum sieht es bei den älteren Befragten aus: Fast 70 Prozent der Personen über 55 Jahren setzen auf die Armbanduhr, während nur 21 Prozent unter ihnen das Mobiltelefon zur Zeitablesung nutzen. Bei den 35–44-Jährigen hält sich das Ergebnis die Waage. Insgesamt gesehen, hat die Armbanduhr zwar immer noch die Nase vorn, jedoch drängt sich eine berechtigte Frage auf: Wie lange noch? Genauer betrachtet können mechanische Armbanduhren so viel mehr, als nur die Zeit messen. Sie sind Zeugen einer bestimmten Epoche, spiegeln den Geschmack ihres Trägers wider und sorgen in Zeiten der Digitalisierung für einen Hauch von Nostalgie. Darüber hinaus haben manche Uhren einen großen emotionalen Wert und werden von Generation zu Generation weiter vererbt. Sein altes Smartphone hingegen würde wohl niemand dem Enkelkind schenken, wenn das Gerät zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch funktionieren würde. Infografik: Armbanduhr verliert für Generation Handy an Bedeutung | Statista

Kulturgut mit Tradition

Kulturell gesehen nimmt die Armbanduhr in der Geschichte der Zeitmessung eine wichtige Rolle ein. Bereits im 19. Jahrhundert sind die ersten Modelle entstanden. Zuvor erfreuten sich bei Männern insbesondere Taschenuhren größter Beliebtheit, Frauen trugen ihre Zeitmesser hingegen an einer Kette um den Hals. Aus praktischen und modischen Gründen wurden Uhren jedoch nach und nach immer öfter am Armreif befestigt, was Frauen früher und Männer später für sich entdeckten. Maßgeblich an der Entwicklung moderner Armbanduhren beteiligt war der deutsch-britische Unternehmer Hans Wilsdorf. Er machte sich als Gründer der weltberühmten Rolex-Uhrenmanufaktur in der Schweiz einen Namen, deren Modelle zum Beispiel bei diesem Anbieter erhältlich sind. Wilsdorf erkannte schon sehr früh das Potenzial der zweckmäßigen Zeitmesser und arbeitete vor allem an deren Widerstandsfähigkeit.

Smarte Technik für das Handgelenk

Eine interessante Mischung zwischen Tradition und Fortschritt bietet die Smartwatch. Umfragen der unabhängigen Institute Responsio und Sinus zufolge kommen die smarten Uhren für rund 25 Prozent derjenigen Kunden infrage, die 1.000 Euro und mehr für einen neuen Zeitmesser ausgeben würden. Dennoch gaben einige der Befragten an, auch mit einer Smartwatch nicht auf ihre klassische Armbanduhr verzichten zu wollen. Die Armbanduhren von Elektronikriesen wie Apple und Samsung sind auch in diesem Jahr nicht auf der Baselworld zu finden. Die größte Uhren- und Schmuckmesse der Welt lockte mit rund 300 Schweizer und 1.200 internationalen Ausstellern unzählige Besucher und Journalisten in die Hallen am Rhein. Anstatt auf Smartwatches setzen die Hersteller vor allem auf qualitativ hochwertige Mechanikuhren, die zu einem günstigeren Preis als bisher angeboten werden.

Die größten Uhrentrends 2016

Wirft man einen Blick auf die größten Armbanduhrentrends 2016, springen auf der Luxusmesse vor allem folgende Modelle ins Auge: Bulgari präsentiert mit der kantigen "Octo Finissimo Minutenrepetition" die derzeit flachste Uhr der Welt mit einem Schlagwerk und einer Wasserdichte bis zu 50 Metern. Auch Tudor setzt auf Wasserdichte, die neue "Heritage Black Bay Bronze" funktioniert bis zu 200 Metern Tiefe und erinnert mit ihrem Aluminium-Bronze-Design an frühe Taucheruhren aus den 70er-Jahren. Rolex vereint mit der "Oyster Perpetual Cosmograph Daytona" gleich mehrere Trends in einem Modell: Chronografen, klassisches Design und Stahl. Ob die herkömmliche Armbanduhr bekommt wieder Rückenwind.

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