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Die Digitalisierung im Facility Management – eine Branche im Umbruch

Selbst vor der Gebäudereinigung macht die Digitalisierung nicht Halt. Aus vielen privaten Haushalten sind die Saug- und Wischroboter bereits bekannt und selbst die Fensterputzroboter setzen sich immer mehr durch. Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die autonomen Roboter häufiger in der gewerblichen Reinigung anzutreffen sein. Das Berufsfeld des Gebäudereinigers wird sich durch die Digitalisierung in den nächsten Jahren verändern. Die Gebäudereiniger werden mehr Technik bedienen müssen, denn ohne Handarbeit wird es auch in Zukunft nicht gehen.

Robo-Hilfe: die automatisierte Reinigung

Roboter „greifen“ den Reinigungskräften beim Reinigen, vor allem bei großen Flächen, unter die Arme. Ausgestattet sind diese Geräte mit Navigationssystemen und Reinigungs-Pads. Damit sie autonom die auf den Büroflächen, in Einkaufszentren, Flughafenterminals und Foyers ihre Runden drehen, sind sie mit Laser- und 3D-Technologie ausgestattet sowie mit Beschleunigungs- und Sicherheitssensoren. Dadurch können sie Hindernissen automatisch ausweichen und lassen sich intuitiv über eine Benutzerschnittstelle bedienen. Durch diesen Fortschritt avanciert die Reinigungskraft immer stärker zum Mittler zwischen Gebäude und digitaler Technologie. Die Arbeit des Gebäudereinigers wird auf vielen Ebenen erleichtert, der Kunde profitiert von gesteigerten Serviceleistungen und den Kosteneinsparungen.

Vernetzte Gebäude: CAFM nimmt eine immer größere Rolle ein

Bei der Gebäudereinigung nimmt das Computer Aided Facility Management (CAFM) eine immer größer werdende Rolle ein. Mit Hilfe dieser Software für Gebäudereiniger ist es möglich ganze Gebäude zu vernetzen. Der Datenfluss ist dabei behilflich, die Objekte effizienter zu reinigen, wobei ein wesentlicher Aspekt die verbesserte Übersicht über die notwendigen Reinigungsarbeiten darstellt. Denn sie führt nicht nur zu einer passgenaueren Reinigung, sondern ebenfalls zu einer höheren Effizienz und zu einer Kostenminderung für das Reinigungsunternehmen. Die Präsenz diverser Anbieter zeigt bereits, wie wichtig CAFM mittlerweile in der Branche ist.

IoT: Die Effizienz durch moderne Sensortechnologien steigern

Das Internet of Things (IoT) verändert neben CAFM die tägliche Arbeit der Reinigungskräfte. Ein Beispiel hier ist der intelligente Waschraum. Die Mitarbeiter erhalten eine Meldung von den Sensoren, wenn Seife oder Papierhandtücher aufzufüllen sind – oder wenn der Mülleimer voll ist. Daneben ist die Sensortechnologie in der Lage die Nutzer im Toilettenbereich zu zählen, um ab einer gewissen Anzahl eine Reinigung zu initiieren. Mithilfe des interaktiven Displays können die Mitarbeiter des Unternehmens den Hygienestatus des Waschraumes mitteilen. So ermöglicht die interaktive Technik die Zeitnahme und bedarfsorientierte Reinigung der Sanitärräume. Das stellt eine Verbesserung der Serviceleistung dar. Darüber hinaus sind moderne IoT-Systeme in der Lage, selbstständig eine Dokumentation zu erstellen und Verbrauchs- und Leistungsauswertungen zu erstellen. ERP: eine moderne Software für die Organisation zentraler Abläufe in Unternehmen ERP steht für „Enterprise Ressource Planning“ und bedeutet übersetzt so viel wie „Planung und Organisation der Mittel bzw. Ressourcen“ des Unternehmens. Der Begriff Ressourcen steht in der Branche der Gebäudereinigung sowohl für die finanziellen Mittel als auch für die geleisteten Stunden der Mitarbeiter und der Warenwirtschaft, also für die eingesetzten Rohstoffe oder Komponenten bzw. Bauteile. Kurz gesagt: Diese moderne Software, ermöglicht es, Gebäudereinigungsunternehmen die zentralen Abläufe zu organisieren. Eine Statistik aus 2018 zeigt, dass bereits 2017 rund 82% der großen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigen eine ERP-Software nutzten. Bei der Gebäudereinigung und den Gebäudedienstleistern handelt es sich um eines der größten Gewerke in Deutschland und in 2017 rund 620.000 Unternehmen eine ERP-Software einsetzten.

IoT, Robo-Arbeit & Co.: ohne eine moderne Gebäudesoftware läuft nichts

Was nutzt die beste Technik, wenn am Beginn der Arbeitsprozesse, bei der Auftragsannahme, der Tourenplanung und Co. nichts passt und nur reines Chaos herrscht? Wichtig ist, dass jedes Glied der Kette perfekt ineinandergreift. Das bedeutet, dass bereits bei der Steuerung aller betrieblichen Abläufe und Prozesse. Beginnend mit den grundlegenden Administrationsbereich und der spezifischen Auftragsverwaltung über die Abrechnung bis hin zu den effizienten Controlling-Funktionen. Mit einer Softwarelösung für Gebäudereiniger lassen sich diese komplexen Prozesse anwenderfreundlich, individuell und flexibel durchführen. Um die Arbeiten zudem zeit- und ortsunabhängig durchführen zu können, stehen bei den modernen ERP-Systemen mobile Lösungen zur Verfügung, die via Tablet und Smartphone genutzt werden können.

Der Blick in die Zukunft: Werden die Beschäftigten durch Roboter ersetzt?

Der Geschäftsführer des Gebäudereiniger-Handwerks Johannes Bungart erklärte, dass es nicht dazu kommt, dass massenhaft die rund 700.000 Beschäftigten von Reinigungsrobotern ersetzt werden. Dabei würde es sich um Science-Fiction handeln, zumindest auf eine absehbare Zeit. Sicherlich sei der Einsatz von einem Roboter bspw. in einer großen Industriehalle vorstellbar, der dort seine Runden dreht, doch die Branche ist und wird personalintensiv bleiben – eben ein Peoples Business, in dem saubere Handarbeit gefragt ist und bleibt. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Digitalisierung der Technik und Prozesse, Automation, Robotik und Sensorik auch in dieser Branche Tag für Tag zu Neujustierungen führt. Wohin der Trend in drei, fünf oder zehn Jahren führen wird, das ist nicht abzusehen und nicht mit Jahreszahlen zu belegen. Doch Fakt ist, dass sich der Datentransfer zwischen den Dienstleistern sowohl mit den Lieferanten als auch mit den Kunden weiter digitalisieren wird.

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