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DIHK-Präsident fürchtet hohe Kosten bei vorzeitigem Kohleausstieg

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, hat vor exorbitanten Kosten eines beschleunigten Kohleausstiegs gewarnt. „In Summe ergeben sich durch einen vorzeitigen Kohleausstieg gesamtgesellschaftliche Mehrkosten von bis zu 170 Milliarden Euro“, sagte Schweitzer dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Der DIHK-Präsident ist auch Mitglied der Kohlekommission, die am Freitag ihren Abschlussbericht verabschieden will.

„Wir müssen in der Kommission auf der Basis von Fakten zu einem verantwortungsvollen Kompromiss kommen“, so Schweitzer weiter. Es fielen nicht nur die Kosten für die Abschaltung der Kohlekraftwerke und den Neubau von Gaskraftwerken ins Gewicht. „Hinzu kommen erforderliche Investitionen in den Strukturwandel der betroffenen Regionen und – gern vergessen – weiter steigende Strompreise in zweistelliger Milliardenhöhe“, so der DIHK-Präsident. Er mahnte eine „breit wirkende Entlastung“ an, die „absehbare Preissteigerungen beim Ausstieg aus der Kohleverstromung aus dem Bundeshaushalt kompensiert“. In keinem Land der Europäischen Union seien schon heute die Strompreise für Unternehmen höher als in Deutschland. „Ein deutscher Mittelständler zahlt doppelt so viel wie sein französischer Konkurrent“, sagte Schweitzer. Diesen Wettbewerbsnachteil bekämen viele kleine und mittlere Industriebetriebe zu spüren. Für deutsche Unternehmen und ihre Belegschaften stehe viel auf dem Spiel.

Foto: Ruhrgebiet, über dts Nachrichtenagentur

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