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DIVI: Corona-Intensivpatienten verdoppeln sich in etwa zehn Tagen

Intensivmediziner gehen davon aus, dass sich die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in spätestens 10 Tagen von heute an erneut verdoppelt haben wird. Politiker aus Bund und Ländern müssten die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Krankenhäuser den Regelbetrieb einstellen können, sagte der Vorsitzende der Deutschen interdisziplinären Vereinigung der Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, der RTL/n-tv-Redaktion. "Aus dem Regelbetrieb heraus - damit wird Fachpflegepersonal aus der Anästhesie freigesetzt", so Janssens.

Dieses Anästhesiefachpflegepersonal sei genau die Lösung. "Die haben die gleiche Ausbildung wie Intensivschwestern und können uns dann auch helfen." Zurzeit lägen deutschlandweit deutlich mehr Covid-19-Patienten auf den Normalstationen als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in der Pandemie. Ein Drittel von ihnen würden in der Folge intensivpflichtig. "Parallel dazu behandeln wir aber auch andere schwerkranke Patienten auf Intensivstationen. Das setzt uns aber zusätzlich unter Druck", sagte der DIVI-Chef. Das dürfe man nie vergessen, "dass wir auch die Patienten haben, die nicht Covid-19 haben und die auch das gleiche Recht haben auf ein Intensivbett, auf eine regelhafte und gute Versorgung und auch auf operative Eingriffe, die notwendig sind". (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Krankenwagen, über dts Nachrichtenagentur

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