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DIW: Seeheimer-Steuermodell führt zu Entlastungen in Milliardenhöhe

Der Vorschlag des Seeheimer Kreises in der SPD für eine Reform der Einkommensteuer würde offenbar zu Entlastungen der Steuerzahler in Milliardenhöhe führen. Das berichtet die "Welt" (Montagsausgabe) unter Berufung auf Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Das DIW geht demnach davon aus, dass der Staat bei einer Umsetzung des Vorschlags knapp 20 Milliarden Euro weniger einnehmen würde.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechne mit einer Entlastung der Steuerzahler und Belastung der Haushaltskassen von "mehr als 15 Milliarden Euro". Das Seeheimer-Modell sieht vor, dass der derzeitige Spitzensteuersatz von 42 Prozent erst ab einem Einkommen von 90.000 Euro statt 57.000 Euro greift. Ab einem Einkommen von 125.000 Euro soll der Spitzensteuersatz dann auf 45 Prozent steigen. Auf Einkommen oberhalb von 250.000 Euro will der Seeheimer Kreis den Steuersatz auf 49 Prozent anheben. Der bisherige Reichensteuersatz von 45 Prozent fällt erst für jeden zusätzlichen Euro ab 270.000 Euro an. Der Solidaritätszuschlag soll dafür komplett abgeschafft werden. Einen noch größeren Effekt hätte der Vorschlag der beiden Unions-Politiker Fritz Güntzler (CDU) und Sebastian Brehm (CSU) für eine Einkommensteuerreform, schreibt die "Welt" weiter. Das DIW schätze den Effekt auf rund 45 Milliarden, das IW sogar auf 50 Milliarden Euro. Güntzler und Brehm wollen zur Entlastung der unteren Einkommen die erste Tarifgrenze anheben und den 42-Prozent-Spitzensteuersatz erst bei 80.000 Euro statt 57.000 Euro wirken lassen. Ab einem zu versteuernden Einkommen von 150.000 Euro soll der Grenzsteuersatz bei 44 Prozent liegen, ab 250.000 Euro bei 47 Prozent. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Einkommensteuer, über dts Nachrichtenagentur

 

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