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DRV-Präsident verlangt „zielgenaue Hilfsprogramme“ für Reisebranche

Der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, unterstützt die verlängerte Reisewarnung, fordert aber Hilfen für die Branche. Das Auswärtige Amt habe zwar eine „verantwortungsvolle Entscheidung“ getroffen, bei der die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung im Mittelpunkt stehe, sagte Fiebig dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe). Damit hätten die Reiseveranstalter in Deutschland eine „gewisse Planungssicherheit“ und Reisen könnten nun sukzessive abgesagt und die Kunden entsprechend informiert werden.

„Durch diese Entscheidung wird den Reisebüros und Reiseveranstaltern jedoch für weitere sechs Wochen die Geschäftsgrundlage entzogen“, so der DRV-Präsident weiter. Damit sei völlig klar: „Die Reisewirtschaft braucht dringend zielgenaue Hilfsprogramme“, sagte Fiebig. Er hob zugleich hervor, dass man den Sommerurlaub nach wie vor nicht verloren gebe. „Sobald es die Entwicklung der Corona-Pandemie erlaubt, werden Reisen zunächst in Deutschland schrittweise möglich sein“, so der DRV-Präsident. Danach würden allmählich auch Reisen in weitere Länder in Europa folgen, sofern es dort ähnliche Bedingungen gebe wie in Deutschland. Wichtig sei, sobald wie möglich „zu differenzierten Reisehinweisen für einzelne Länder zu kommen, um den individuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen“, sagte Fiebig dem „Handelsblatt“. Darüber hinaus müsse auch die Einreise-Quarantäne von 14 Tagen aufgehoben werden, sobald touristische Reisen ins Ausland wieder möglich seien. Voraussetzung für jede Lockerung sei, dass Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen bestünden. „An entsprechenden Konzepten arbeitet die gesamte Reisewirtschaft mit Hochdruck“, so der DRV-Präsident.

Foto: Urlaubsangebote im Reisebüro, über dts Nachrichtenagentur

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