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Weihnachten-Wien

Einzelhandel in Österreich – das Christkind meint es gut

Weihnachten WienWien - Die Verkaufszahlen im Weihnachtsgeschäft beim österreichischen Einzelhandel liegen auf dem Vorjahresniveau. Ein Einkaufstag fehlte zwar, da der 8. Dezember auf einen Sonntag fiel, doch schien das der Kauffreude der Österreicher keinen Abbruch gemacht zu haben. Im Gegensatz zum stationären Einzelhandel konnte jedoch beim Online Handel ein Zuwachs verzeichnet werden. Die konkreten Zahlen liegen nur für den Zeitraum bis 14. Dezember vor, doch die Hochrechnungen zeigen ein Plus von 14 Prozent. Es wird ein Umsatz für die österreichischen Online-Einzelhändler von 80 Millionen Euro erwartet . Der Betrag entspricht rund einem Anteil von 5 Prozent am gesamten Weihnachtsgeschäft. Auch wenn der Online-Handel sich dynamisch zeigt, der Trend liegt dennoch beim Einkaufsbummel. Allein in Wien waren am ersten Einkaufssamstag 700.000 Menschen in den Einkaufszentren unterwegs, 200.000 allein in der Mariahilfer Straße.

Bevorzugte und benachteiligte Branchen

Umsatzsteigerungen verzeichneten im Weihnachtsgeschäft vor allem die Drogerien und Parfümerien, der Buchhandel und der Spielwareneinzelhandel. Um rund 3 Prozent konnte mehr umgesetzt werden als im Vorjahr. Bei den Spielwaren sind vor allem Klassiker wie Barbie, Playmobil  und Lego auch heuer wieder Verkaufsschlager. Im Gegensatz zeigten manche Branchen deutliche Rückgänge, so etwa war der bisherige Umsatz im Schuh- und Lederwarenhandel um 6 Prozent rückläufig . Doch scheint das österreichische Christkind auch weniger Wert auf Geschenke wie Uhren und Produkte aus dem Elektrofachhandel zu legen. Das Vorjahresniveau konnte bei diesen Artikeln bisher nicht erreicht werden. Ähnlich ergeht es den Sportartikelhändlern. Schwieriger lässt sich die Marktsituation beim Schmuck erfassen, da die Preisentwicklungen von Gold und Silber die Zahlen verfälschen. Gleich geblieben ist der Umsatz in der Möbelbranche und bei den Lebensmittel- und Bekleidungseinzelhändlern. Auch im Bereich Fotografie scheint sich das Vorjahreslabel zu halten. Besonders Spiegelreflexkameras und Objektive liegen als Geschenke im Trend.

Lob für das Christkind

Handelsforscher Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria freut sich mit dem österreichischen Einzelhandel über das bisherige Weihnachtsgeschäft: „Das Christkind liegt bei der Zwischenzeit gut!“ Der gesamte Weihnachtsumsatz betrug im Vorjahr 1,52 Milliarden Euro. Gittenberger ist optimistisch. Da bis 14. Dezember nur rund 45 Prozent des Umsatzes erzielt werden und 35 Prozent noch bis zum 24. Dezember und zwischen 27. Dezember und Silvester weitere 20 Prozent, sollte die Vorjahresvorgabe in jedem Fall erreicht werden. Ähnlich sehen die Einzelhändler selbst die Entwicklung. 20 Prozent der Befragten erwarten, so eine Trendumfrage der KMU Forschung Austria, einen höheren Umsatz als im Vorjahr. 42 Prozent sind sicher, den gleichen Umsatz wie 2012 erwirtschaften zu können. An einen Rückgang glauben 38 Prozent.

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