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EKD-Ratsvorsitzender Schneider lehnt Betreuungsgeld ab

Berlin - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, lehnt die Einführung des Betreuungsgelds ab. "Das Betreuungsgeld ist ein Fehler", sagte Schneider im Interview mit der "Welt". Es gebe laut Schneider momentan "keine echte Wahl zwischen der Betreuung von Kindern zu Hause oder in der Kita oder bei Tagesmüttern. Wir müssen uns zuerst darauf konzentrieren, ausreichend Betreuungsangebote zu schaffen. Erst wenn das gelungen ist, könnte man eventuell ein Betreuungsgeld erwägen".

Zugleich sprach sich Schneider für eine Reduzierung des Ehegattensplittings aus. "Wir sollten ruhig darüber diskutieren, ob man das Ehegattensplitting aufgibt. Wo zwei Ehepartner fü;r sich sehr gut verdienen, braucht man kein Splitting. Man könnte es auf ein bestimmtes Gesamteinkommen begrenzen", sagte Schneider. Allerdings wandte sich der EKD-Ratsvorsitzende gegen eine vollständige Streichung des steuerlichen Splitting-Vorteils bei Verheirateten. "Bei niedrigeren Gehältern ist das Splitting ein sozialer Ausgleich, den ich befürworte." Positiv sieht Schneider die Ausweitung von Mütterrenten, wie sie in Teilen der Union gefordert wird: "Das ist ein zusätzliches Element, das man ernsthaft erwägen kann", sagte Schneider. Es sei "den Frauen gegenüber nicht gerecht", dass derzeit solche Mütterrenten "je nach Zeitpunkt der Geburt der Kinder willkürlich gezahlt" würden. "Hier sollte eine einheitliche Regelung angestrebt werden", forderte Schneider.

Foto: Mutter mit Kinderwagen, über dts Nachrichtenagentur

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Ein Kommentar

  1. Nun auch noch die ihr Fähnchen nach dem Wind hängenden „Fachleute“ der EKD, welche die bescheidene Anerkennung der Leistung für Erziehung und basale kognitive Entwicklung durch das Betreuungsgeld madig machen. Dabei sind so toll die Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die bisher seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu befürchten, dass der wichtigste Schatz, den Deutschland besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt vorliegen wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5 – 6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013)

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