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Energie aus Mist – Indonesien setzt auf Erneuerbare

In Industrienationen ist es eine Selbstverständlichkeit – auf der indonesischen Insel Sumba eine kleine Sensation: elektrischer Strom – 24 Stunden am Tag. Diesen Luxus verdankt das Dorf einem eigenen kleinen Wasserkraftwerk. Adriana Lawa Djati freut sich über den Strom: „Dank der Stromversorgung hat sich hier so viel verändert. Die Kinder können nachts lernen, und ich kann Körbe und Matten flechten.“

Indonesien hat schon länger Probleme mit der Energieversorgung. Erneuerbare Energiequellen könnten die Lösung sein. In den nächsten zehn Jahren möchte die Regierung die Stromproduktion damit um 60 Gigawatt steigern. Die kleine Insel Sumba hat noch ambitioniertere Ziele: Bis 2025 sollen die Bewohner Zugang zu hundert Prozent erneuerbarer Energie haben. Dort leben immerhin 650.00 Menschen.

Neben Sonne, Wind und Wasser, kommt dafür auch Methangas aus Schweine-Kot zum Einsatz. Elizabeth Hadi Rendi ist Bäuerin: „Dadurch sparen wir sehr viel Geld. Bis wir das Biogas hatten, mussten wir zum Kochen Öl und Holz kaufen. Wir haben ungefähr zwei Liter Öl pro Tag verbraucht. Wenn man das hochrechnet, dann haben wir in den letzten zwei Jahren mehr als 6 Millionen Rupiah gespart.“ Das sind umgerechnet fast 400 Euro. Die Inselbewohner sind größtenteils Bauern und Fischer. Für sie ist das eine beträchtliche Summe.

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