Energiesparen – aber richtig

Energie sparenOb Hausbesitzer oder Mieter, in Zeiten steigender Energiepreise lohnt sich schon mal, die Überlegung auf welche Weise man Energie langfristig einsparen oder effektiver nutzen kann.

Gerade Hausbesitzer verfügen mitunter über ein hohes Potenzial zur Energieeinsparung.

Energiesparen für Hausbesitzer

Optimale Dachdämmung

Besitzer eines Hauses können mitunter sehr viel Heizwärme einsparen, wenn sie ihr Dach mit einer optimalen Dachdämmung ausstatten. Ein Großteil der Heizwärme geht zumeist über die Dachfläche verloren, ist diese unzureichend oder sogar gar nicht gedämmt geht unnötige Energie über das Dach unwiederbringlich verloren.

Eine nachträgliche Dämmung des Daches ist durchaus einen Gedanken wert. Wie diese zu erfolgen hat, regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV).

Fassadendämmung und moderne Fenster

Auch die äußere Hülle des Hauses sollte gut gedämmt sein, bei älteren Häusern kann man das auch nachträglich tun, in Form von Dämmplatten oder sogar gleich in Kombination mit gedämmten Klinkerplatten. Die beste Ergänzung zu einer gedämmten Fassade und einem wirtschaftlich gedämmtem Dach ist der Einbau moderner Fenster mit entsprechender Mehrfachverglasung. Bei älteren Fenstern sind gerade hier die größten Kältebrücken zu finden.

Was können Mieter und Hausbesitzer gleichsam tun, um Energie zu sparen?

Glühlampen gegen Energiesparlampen austauschen:

Nach und nach werden die Energiefresser vom Markt genommen, aber auch sonst lohnt sich der Austausch der noch vorhandenen Glühlampen gegen Energiesparlampen im eigenen Haushalt durchaus. Eine Energiesparlampe verbraucht in der Regel nur einen Bruchteil dessen, was eine herkömmliche Glühbirne benötigt. Zwar dauert es ein klein wenig länger, bis das Licht seine volle Leuchtkraft entwickelt, jedoch ist dann kaum ein Unterschied spürbar – außer im Geldbeutel. Es gibt sie in warm- und auch kalt weißem Licht, sowie natürlich auch in weiteren bunten Variationen.

LED statt Halogen

– denn Halogenlampen sind ebenfalls sehr energiehungrig. LEDs benötigen hingegen ebenfalls nur eine geringe Watt-Zahl und können mit der entsprechenden Fassung auch in vorherige Vorrichtungen für Halogenleuchten eingebaut werden.

Haushaltsgeräte mit unwirtschaftlicher Energieeffizienzklasse

Wer noch Haushaltsgeräte besitzt, die bereits einige Jahre auf dem Buckel haben, der sollte sich auch im Klaren darüber sein, dass diese mitunter sehr viel mehr Strom in Anspruch nehmen, als Geräte nach aktuellen Standards. Hilfreich sind hierbei die Angaben der Energieeffizienzklasse. A ist die wirtschaftlichste Klasse, um so mehr Pluszeichen daneben zu finden sind, desto besser die Energieeffizienz und höher die Ersparnis. Wahre Energiefresser können vor allem Kühlschränke, Waschmaschinen und Backöfen sein. Gerade weil Kühlschränke normalerweise im Dauerbetrieb sind, können sie sich bei der Stromabrechnung durchaus bemerkbar machen.

Wirtschaftlich Heizen und Lüften

Inzwischen gibt es verschiedene Wege, wie man seine Heizwärme effizient regeln kann. Doch auch ein herkömmliches Thermostat und das Befolgen einiger Grundregeln reichen aus, um die Betriebskostenabrechnung nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

Stoßlüften statt Fenster in Kipp-Stellung

Wer täglich gut lüften möchte, der sollte darauf verzichten sein Fenster „stundenlang“ in Kipp-Stellung zu belassen, sondern stattdessen lieber, je nach Außentemperatur, das Fenster für einige Minuten weit aufzumachen und dabei die Heizung nicht herunterzudrehen. Umso kälter es draußen ist, umso kürzer sollte man den Raum lüften. Das nicht Herunterdrehen der Heizung verhindert, dass diese unnötig wieder von ganz kalt bis zur optimalen Raumtemperatur hochheizen muss. Deshalb das Fenster auch nur kurz, aber dafür weit öffnen.

Thermostate mit Einsparfunktionen

Herkömmliche Thermostate lassen sich schnell und einfach gegen Modelle eintauschen, mit denen man die Temperatur und zusätzliche Funktionen zum Energiesparen programmieren kann. So hält das Thermostat automatisch die gewünschte Raumtemperatur. Einige Modelle lassen sogar individuelle Profileinstellungen zu, sodass man am PC selbst bestimmen kann, ob man sich momentan im Urlaub befindet und die Heizenergie daher niedriger dosieren möchte, als bei normaler Anwesenheitsdauer.

Beim Blick auf die Betriebskostenabrechnung macht das Energiesparen dann gleich doppelt Freude.

Foto: djd

 

Ein Kommentar

  1. Der Artikel passt gut zum heutigen Tage, dem Tag des Energiesparens. Die beschriebenen Tipps und Schritte sind teilweise gut, teilweise würde ich widersprechen:
    Die Umstellung von Glühbirne auf Energiesparlampe (ESL) ist aus heutiger Sicht fragwürdig. Wenn man so ein Projekt in seinem Haus durchziehen möchte, dann kann man auch direkt den Weg bis zu Ende gehen und direkt auf LEDs umsteigen. LEDs sind einfach noch effizienter, sofort hell und verzichten komplett auf Quecksilber – auch wenn sie momentan noch teurer sind als ESLs.

    Dazu könnte man noch betonen, dass über 10-Jahre-alte Geräte wie z.B. Kühlschränke sofort gegen neue ausgetauscht werden sollten, sonst verheizt man jährlich aber so richtig viel Geld damit!

    VG

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