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Entwicklungsminister: Digitalisierung für faire Lieferketten nutzen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die Industrie zu größeren Anstrengungen bei der Schaffung fairer und nachhaltiger Lieferketten aufgerufen. „Wir brauchen ein Umdenken in der globalen Wirtschaft, um Mensch und Natur besser zu schützen“, sagte der CSU-Politiker dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagsausgaben). Er lobte in diesem Zusammenhang den Automobilzulieferer Continental für dessen neuartige digitale Dokumentation von Naturkautschuklieferketten.

„Ich freue mich, dass Vorreiter wie Continental zeigen: Im digitalen Zeitalter können soziale und ökologische Mindestkriterien entlang der Lieferkette kontrolliert werden“, sagte Müller. „Durch nachhaltige Anbaumethoden und ein digitales Rückverfolgungssystem tragen wir dazu bei, die Zerstörung der Natur zu stoppen und die Einkommen der Kleinbauern vor Ort zu verbessern.“ In einem in Indonesien angelaufenen Pilotprojekt mit dem Bundesentwicklungsministerium dokumentiert der Reifenhersteller Continental seinen Naturkautschukbezug – „vom Anbau über die Weiterverarbeitung bis in unser Reifenwerk in Deutschland“, hieß es aus dem Unternehmen. Wird beispielsweise mehr Kautschuk angeliefert als erwartet, gebe das System einen Hinweis, sodass Mitarbeiter verhindern könnten, dass Kautschuk aus illegal abgeholzten Gebieten in die Lieferkette gelangt. Den Angaben des Ministeriums zufolge erzielen die bislang 450 beteiligten Kleinbauern im indonesischen West-Kalimantan auf Borneo deutlich höhere Verkaufspreise als üblich. Das liege daran, dass sie in nachhaltiger Anbaupraxis und besserer Technik geschult werden, um möglichst viel Kautschuk zu gewinnen.

Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

 

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