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Erektile Dysfunktion: Hier greift die Zwei-Drittel-Regel

Kein Mann kann sich davon freisprechen: Die Erektion zeigt sich nicht so, wie beide es beim Liebesspiel gern hätten. Aber wann kann man(n) davon ausgehen, dass es sich um ein ernsthaftes Problem handelt? Wenn wird die Erektionsstörung eine erektile Dysfunktion und was genau bedeutet es überhaupt „impotent“ zu sein?

Immer mehr junge Männer leiden unter Impotenz

Es ist kein Geheimnis, dass die jungen Männer vermeintlich locker mit Sex umgehen. Doch die jungen Männer sind zumeist gar nicht so locker, wie sie behaupten. Gegenüber ihren Kumpels prahlen sie gern mit ihren Eroberungen und möchten die jungen Frauen beeindrucken. Durch Leistungsdruck, Komplexe, Stress, Versagensängste oder Hemmungen wird jedoch die Psyche belastet. Genau das sind die Faktoren, die dazu führen, dass junge Männer unter Impotenz leiden.

Sogar die Liebespartner können einen belastenden Faktor darstellen. Sie sind es, die durchaus die freie Entfaltung der Sexualität hemmen können. Oft haben junge Frauen eine überhöhte Erwartung ein den aktuellen Freund. Mit ihren Freundinnen sprechen sie über intimes und spotten nicht selten über verunglückte Bettgeschichten oder körperliche Merkmale. Das ist für den Mann Stress pur.

Die Anzeichen von Impotenz: Die Zwei-Drittel-Regel

Erst dann, wenn es in zwei Drittel der Fälle über den Zeitraum von sechs Monaten nicht möglich ist, eine für den Geschlechtsverkehr hinreichende Erektion zu bekommen und diese zu halten, sprechen die Ärzte von einer Erektionsstörung (erektile Dysfunktion).

Die Mediziner unterscheiden bei Impotenz zwischen zwei Formen: Die Impotenti generandi und der Impotentia coeundi. Mit der letzten wird die Unfähigkeit zur Durchführung des Geschlechtsaktes bezeichnet und ist diejenige, die im allgemeinen Sprachgebrauch die Impotenz bezeichnet. Die Impotentia generandi bezeichnet die Unfähigkeit zur Fortpflanzung. Dabei kommt es zum Samenerguss, aber die Qualität oder Quantität des Samens ist nicht ausreichend um Kinder zu zeugen. Die Kontraktion der Geschlechtsorgane findet bei dieser sexuellen Funktionsstörung trotz eines vorhandenen Orgasmus nicht statt.

Die Therapie: Potenzpillen können hilfreich sein

Sind psychische Erkrankungen, ein ungesunder Lebensstil, Medikamenteneinnahme und andere Krankheiten ausgeschlossen, dann ist es möglich, die erektile Dysfunktion zu behandeln. Das Thema sollte zuerst mit dem Hausarzt oder einem Urologen besprochen werden. Eben davor scheuen sich viele Männer. Doch ein klärendes Gespräch mit einem Mediziner ist der richtige Weg, um ein solches belastendes Problem anzugehen. Eine Möglichkeit ist die Behandlung mit verschreibungspflichtigen PDE-5 Hemmern wie Viagra oder Cialis. Viele Männer greifen jedoch auch auf rezeptfreie Präparate zu wie bspw. Kamagra.

Durch die Potenzpillen wird für gesorgt, dass mehr von dem für die Erektion verantwortlichen Botenstoff übrig bleibt. Allerdings wirken alle Potenzmittel nur dann, wenn der Mann sexuell erregt ist.

Wie häufig kommen Erektionsstörungen vor?

Diese Frage wird bereits mehr als zwei Jahrzehnte erforscht, wie häufig Erektionsstörungen in Deutschland und weltweit auftreten. Die Wissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang von der Prävalenz der erektilen Dysfunktion, also der Häufigkeit von Erektionsstörungen. Jedoch unterscheiden sich die Ergebnisse der einzelnen Studien deutlich. Allerdings ist dies keine Überraschung, da es sich bei der erektilen Dysfunktion um einen komplexen Forschungsgegenstand handelt.

Im Wesentlichen werden die unterschiedlichen Forschungsergebnisse von folgenden Faktoren getrieben:

  • Die Definition der Erektionsstörungen in der Studie.
  • Die Erhebung der Daten (Interviews, Fragebogen)
  • Die Formulierung der Fragen an die Probanden (Aussagekraft, Eindeutigkeit)
  • Die Auswahl der Probanden bzw. die Zusammensetzung der Stichprobe (Kulturkreis, Stadt- und Landbevölkerung)

So ergab die Kölner Studie, die erstmalig 1998 durchgeführt wurde, dass 19.2% aller Männer eine erektile Dysfunktion aufweisen. Für die Studie wurden an 8.000 Männer im Alter zwischen 30 und 80 Jahren aus der Stadt Köln Fragebögen verschickt. Damit sollte erstmals die Häufigkeit von Erektionsstörungen in Deutschland erfasst werden. 4.883 Bögen kamen ausgefüllt zurück und 4.489 konnten ausgewertet werden.

2003 gab es die Berliner Männer-Studie, die es zum Ziel hatte, die unterschiedlichen Definition der erektilen Dysfunktion als Kriterium zu beschreiben. Dafür wurde ebenfalls ein Fragebogen erstellt, der an 6.000 Männer im Alter zwischen 40 und 79 Jahren in Berlin per E-Mail versendet wurde. 1.915 verwertbare Fragebögen kamen zurück. Je nach Definition und Altersgruppe lag eine erektile Dysfunktion bei 18 bis 48% der befragten Männer vor. Mit steigenden Alter kommen Erektionsstörungen nach allen Definitionen häufiger vor.

Die Cottbuser 10.000er-Männerstudie brachte hervor, dass 40,1% unter Erektionsstörungen leiden. Für die Studie wurden 10.000 Fragebögen versendet, von denen 3.124 zurückkamen. Von dieser Zahl lebten 2.499 Männer in einer Partnerschaft.

Potenzmittel sind gefragt

Immer mehr Männer greifen zu Potenzmitteln, wenn es nicht mehr so klappt wie es sein soll. Welches dieser Präparate das Beste für den jeweiligen Anwender ist, das kann nur ein Arzt beurteilen. Aus diesem Grund sollte mit einem Arzt gesprochen werden, bevor ein beliebiges Mittel eingenommen wird. Wer nicht mit einem Arzt sprechen möchte, der kann sich in einer online Apotheke auch ein Rezept ausstellen lassen. Dabei wird ein online Fragebogen ausgefüllt, der dann von einem Arzt ausgewertet wird. So wird dann das richtige Rezept für das passende Potenzmittel ausgestellt. Mit einem solchen Rezept ist es dann möglich, ganz legal über da Internet Potenzmittel zu kaufen.

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