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Ermittler übersahen möglicherweise NSU-Anschlagsziel

Ermittler haben möglicherweise ein ausgespähtes Anschlagsziel der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) übersehen. Um potenzielle Mordopfer herauszufinden, untersuchten sie Markierungen in Stadtplänen, die in der Wohnung der Terrorgruppe gefunden worden waren, berichtet der „Spiegel“. Zu möglichen Anschlagszielen in Stuttgart schrieb das baden-württembergische Innenministerium 2014 in einem Bericht, die Stadtpläne böten „keine konkreten Ermittlungsansätze“.

Im Zentrum einer Markierung findet sich indes der Kiosk eines Migranten, ein typisches NSU-Ziel. Diesem Hinweis wurde offenbar nicht nachgegangen. Das Landesinnenministerium wollte sich dazu nicht äußern. Wolfgang Drexler (SPD), Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses im Stuttgarter Landtag, will sich nun dafür einsetzen, den Kiosk in die Recherchen des Gremiums einzubeziehen. Das könnte neue Erkenntnisse bringen, etwa zu der Frage, wer auf welche Weise ausgespäht hat.

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