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Erste US-Umfrage nach Skandal-Video: 3 Prozent mehr für Clinton

Erste US Umfrage nach Skandal Video 3 Prozent mehr für Clinton - Erste US-Umfrage nach Skandal-Video: 3 Prozent mehr für ClintonIm US-Präsidentschaftswahlkampf sieht die erste nach Veröffentlichung des Skandal-Videos durchgeführte Umfrage eines renommierten Instituts Zugewinne für Hillary Clinton. Laut der Erhebung von Hart Research, die am Samstag und Sonntag im Auftrag des Fernsehsenders NBC und des Wall Street Journals durchgeführt wurde, votieren aktuell 46 Prozent für Clinton und 35 Prozent für Donald Trump. Die Außenseiterkandidaten Johnson und Stein kommen auf 9 und 2 Prozent.

Bei der letzten Umfrage vom September, die vom selben Institut durchgeführt wurde, votierten 43 Prozent für Clinton und 37 Prozent für Trump. Johnson kam im September auf 9 und Stein auf 3 Prozent. Clinton kann damit in dieser Umfrage ihren Vorsprung von 6 auf 11 Prozent ausbauen. Wenn nur Clinton und Trump zur Auswahl ständen, würden aktuell 52 Prozent die Demokratin und 38 Prozent den Republikaner wählen. Im September stimmten unter dieser Voraussetzung 48 Prozent für Clinton und 41 Prozent für Trump. In dieser Kombination vergrößert Clinton den Abstand von 7 auf 14 Prozent. Für die aktuelle Umfrage wurden mit 500 Personen allerdings nur halb so viele Wähler befragt wie im September, die angegebene Fehlertoleranz ist mit fast fünf Prozent daher vergleichsweise hoch. Am Freitag war in US-Medien eine Aufnahme aus dem Jahr 2005 veröffentlicht worden, auf dem sich Donald Trump in einer Weise über Frauen äußert, die für große Empörung sorgte. So ist der heutige republikanische Präsidentschaftskandidat mit den Worten "And when you’re a star they let you do it. You can do anything. Grab them by the pussy. You can do anything" zu hören.

Trump als Sexist


Die meisten der Befragten gaben an, Trump für einen Sexisten zu halten. Auf die Frage, ob ihn das als Präsidenten disqualifiziere, hielten sich die Ansichten aber die Waage.

Etwa 42 Prozent sagten, Trump sei wegen der Äusserungen für das Amt ungeeignet. 43 Prozent fanden, dem sei nicht so. Etwa 61 Prozent der Befragten gaben an, „viele Männer“ würden sich gelegentlich an ähnlichen Unterhaltungen wie in dem Video beteiligen. Befragt wurden insgesamt 2386 Amerikaner.

FBI ermittelt wegen Hackern


Der Wahlkampfleiter der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist nach eigenen Angaben Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das FBI habe Ermittlungen aufgenommen, teilte John Podesta am Dienstag mit.

Dabei gehe es um das „kriminelle Hacking“ von E-Mails, die die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht habe. Die Ermittlungen der Bundespolizei seien Teil einer grösser angelegten Untersuchung einer Hackerattacke auf Computer der Demokratischen Partei.

Podesta sagte, Russland stecke hinter dem Angriff und mache womöglich gemeinsame Sache mit dem Stab von Clintons republikanischen Gegenkandidaten Donald Trump.

Die US-Regierung hatte Russland ebenfalls kürzlich vorgeworfen, die Demokratische Partei gehackt zu haben, um den Präsidentschaftswahlkampf zu beeinflussen. Russland hat dies zurückgewiesen.

Weitere E-Mails veröffentlicht


Wikileaks veröffentlichte am Dienstag erneut eine Reihe von E-Mails mit Bezug zu Clintons Kampagne. Darunter war ein Dokument, demzufolge Clintons Redenschreiber Dan Schwerin sich besorgt über den Umgang mit dem US-Pazifik-Freihandelsabkommen TPP äussert. Clinton stehe bei dem Thema ein schwieriger Drahtseilakt bevor, heisst es in dem Schreiben vom Oktober 2015 an eine Handvoll von Spitzenberatern.

Die Ex-Aussenministerin bereitete damals eine Erklärung vor, dass sie gegen das von Präsident Barack Obama vorangetriebene Abkommen sei, obwohl sie es ursprünglich unterstützt hatte.

Clintons Mitarbeiter haben es bislang abgelehnt zu verifizieren, ob die E-Mails authentisch sind. Sie haben aber gewarnt, dass unter den veröffentlichten Schreiben falsche sein könnten. Wikileaks-Gründer Julian Assange hatte kürzlich angekündigt, brisante Dokumente zu veröffentlichen, die „signifikant“ für den Wahlkampf sein würden. Die Wahl findet in vier Wochen statt.

Foto: Hillary Clinton, über dts Nachrichtenagentur
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