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Esken warnt vor Regelbetrieb an Schulen nach den Sommerferien

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat vor einem Regelbetrieb an den Schulen nach der Sommerpause gewarnt. „Ich bin sehr skeptisch mit Blick auf das Ansteckungsrisiko, denn die vorliegenden Studien geben uns keine Sicherheit, dass die Gefahr unter Kindern und Jugendlichen zu vernachlässigen ist“, sagte Esken dem „Handelsblatt“. Das Beispiel Israel zeige, dass normaler Schulunterricht maßgeblich zu einer zweiten Pandemie-Welle beitragen könne.

„Jetzt im nächsten Schuljahr auf das Abstandsgebot in den Schulen zu verzichten, ist daher aus meiner Sicht mit einem Risiko verbunden“, sagte Esken weiter. Auf jeden Fall müsse vermieden werden, dass Schüler nach den Ferien wieder in vollgestopften Schulbussen unterwegs seien und täglich mit hunderten anderer Schüler und zig Lehrkräften zusammenkommen, weil alle gleichzeitig Pause machten. Esken forderte die Kultusminister der Länder auf, Konzepte zu entwickeln, welche die Ansteckungsrisiken minimieren. Viele Schulen hätten in den vergangenen Wochen Konzepte für kontaktreduzierenden Unterricht entwickelt – „und waren dann sehr überrascht, als sie erfuhren, dass die Politik diese gar nicht für nötig hält“, so Esken. Sie plädierte dafür, mehr Projektunterricht zu organisieren, so wie er etwa in Finnland praktiziert wird. „Das stärkt das Interesse und die Problemlösefähigkeit der Schüler – und reduziert ganz nebenbei auch die Anzahl der Kontakte und damit das Ansteckungsrisiko massiv.“

Foto: Abgeschlossenes Schultor, über dts Nachrichtenagentur

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