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EU-Kommissarin für harten Kurs gegenüber US-Tech-Giganten

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager will auch in Zukunft einen harten Kurs gegenüber US-Tech-Giganten, die in Europa aktiv sind, fahren. Sie werde das „Wettbewerbsrecht ganz klar anwenden“, sagte Vestager dem Focus. So habe sie gerade wieder Untersuchungen „über die Geschäftspraktiken von Google, Amazon und Facebook eingeleitet“.

Man werde „es wieder tun, wieder und wieder und wieder“. Europa müsse der Welt zurufen, man sei offen fürs Geschäft, aber es müsse auch deutlich sein, dass hier „klar definierte Spielregeln“ gelten. Und wer „mitspielen“ wolle, müsse sich daran halten. „An unsere Regeln, wohlgemerkt“, so die EU-Kommissarin. Gegen den globalen Wettlauf um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs hat sie nichts einzuwenden. Ein gewisses Maß an Wettbewerb könne „ganz gesund“ sein. Allerdings müssten der Impfstoff und andere Corona-Medikamente „zu erschwinglichen Preisen auf der ganzen Welt verfügbar sein“. Egal, wo sie entwickelt wurden, egal, wer dafür bezahlt habe. Teile der Welt werden sich nach der Coronakrise „schneller erholen als andere – und werden mit Staatshilfen ungleich besser ausgestattet“, so die dänische Politikerin. Das gelte nicht nur für China. Vestager warnte in diesem Zusammenhang davor, dass viele europäische Firmen, die durch die Krise in Not gerieten, von ausländischen Investoren übernommen werden könnten. „Wir müssen in den kommenden Monaten besonders wachsam sein, damit hier nicht die Schnäppchenjagd losgeht.“

Foto: EU-Kommission in Brüssel, über dts Nachrichtenagentur

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