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EU: Verknappung im Emissionshandel bringt zwei Milliarden Euro

Brüssel/Berlin - Nach Berechnungen der EU-Kommission kann Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für den Zeitraum 2013 bis 2015 mit Extraeinnahmen von 1,9 Milliarden Euro rechnen, wenn Brüssel wie geplant 900.000 Verschmutzungs-Zertifikate aus dem Markt nimmt. Das geht aus einem internen Bericht hervor, welcher der "Welt" vorliegt. Ohne Verknappung lägen die deutschen Einnahmen aus der Zertifikate-Vergabe demnach bei 3,13 Milliarden Euro, mit Verknappung hingegen bei fast fünf Milliarden Euro.

Ein Beschluss über den Markteingriff steht auch wegen der Uneinigkeit in der Bundesregierung derzeit noch aus. EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard will mit dem Markteingriff den anhaltenden Preisverfall im Emissionshandel stoppen. Derzeit liegt der Preis pro Tonne Co2 bei rund sieben Euro, durch die Verknappung soll er laut Berechnungen der Behörde 2013 auf zehn, 2014 auf elf und 2015 auf zwölf Euro steigen. "Unter Berücksichtigung dieser Preisannahme (...) stiegen die staatlichen Erlöse in den Mitgliedsländern durchschnittlich um 59 Prozent für die Zeit 2013-2015", heißt es in dem Papier. Insgesamt könnte die Verknappung, das so genannte Backloading, statt 14 Milliarden Euro ganze 21 Milliarden Euro in die Kassen der krisengeplagten Länder spülen.

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