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EU-Wirtschaftskommissar kündigt Solvenz-Hilfen für Unternehmen an

Die EU-Kommission will Unternehmen helfen, die durch die Coronakrise in Existenznöte geraten sind. "Wir überlegen, ein neues Instrument in unserem Wiederaufbauplan einzubauen: Eine Solvenzhilfe für Unternehmen, die keine Unterstützung in ihrem Heimatland bekommen", sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni dem "Handelsblatt". Davon könnten zum Beispiel Firmen in der Autobranche profitieren.

"Wichtig ist das für die paneuropäischen Wertschöpfungsketten, etwa in der Autoindustrie. Wenn da ein Glied ausfällt, sind auch alle anderen betroffen", sagte der Kommissar. Gentiloni lobte das deutsche Hilfspaket für die von der Corona-Pandemie geschädigte Wirtschaft. "Was die Bundesregierung da vorgelegt hat, ist beeindruckend und findet unsere ganze Wertschätzung", sagte er. Allerdings müsse Deutschland die öffentlichen Investitionen auch in den nächsten Jahren noch auf hohem Niveau aufrechterhalten. In der Coronakrise könne noch lange keine Entwarnung gegeben werden, warnte Gentiloni. "Wir müssen noch wochenlang, vielleicht monatelang mit der Pandemie leben." Der Sommerurlaub werde "ganz anders verlaufen als gewohnt". Die EU müsse alles tun, um der Tourismusbranche zu helfen, die vor allem in Südeuropa einen "substanziellen Teil zur jährlichen Wirtschaftsleistung beiträgt".

Foto: EU-Fahne, über dts Nachrichtenagentur

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