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Ex-dayli-Chef Haberleitner im Interview

Wien – Der Gründer des insolventen Schlecker-Nachfolgers dayli,Rudolf Haberleitner, geht im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) hart ins Gericht mit seinen Kritikern.“Es ist ein Wahnsinn: Plötzlich bin ich der große Buhmann, alle trampeln auf mir herum“, so Haberleitner. Dabei habe er „nichts angestellt, sondern all mein Herzblut in dayli gesteckt, täglich 17 Stunden gearbeitet“.

Und er holt aus zum Rundumschlag gegen die Gewerkschaft. „Man hat mich systematisch vernichtet. Die Gewerkschaft mit ihrem Kampf gegenunsere geplante Sonntagsöffnung hat dayli auf dem Gewissen“, so Haberleitner zu ÖSTERREICH. Der ganze Wirbel habe Investoren und Banken, mit denen er einig gewesen sei, wieder abgeschreckt. Er prüfe jetzt eine Schadenersatzklage gegen die Gewerkschaft. Dass er Insolvenz angemeldet habe, sei ein Fehler gewesen. „Ich wurde unter Druck gesetzt, war schlecht beraten.“

Mit dem neuen dayli-Eigentümer Martin Zieger, der Haberleitner am Freitag als Geschäftsführer abgesetzt hat, gibt es laut Haberleitner keinen Streit. „Abgesetzt“ sei das falsche Wort. „Wir haben uns geeinigt, dass ich die Geschäftsführung zurücklege und mich auf Verhandlungen mit neuen Investoren konzentriere.“ Mit drei potenziellen Investoren führe er intensive Gespräche.

Die Räuber-Story um die gestohlene dayli-Million in Italien erklärt Haberleitner so: „Wir hatten ein Kreditangebot über 26 Millionen Euro, dafür hätte eine Million als Sondertilgung eingezahlt werden müssen. Mit diesem Geld waren Zieger und ich in Italien. Am Weg zur Überprüfung der Scheine schlägt der Mann, den wir dort trafen, plötzlich einen Haken und haut ab. Ich hoffe, sie erwischen ihn.“

ots-Originaltext Presseaussendung unter ausschliesslicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.

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