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Experte kritisiert KI-Strategie der Bundesregierung

Die nationale Strategie der Bundesregierung für Künstliche Intelligenz (KI) ist nach Ansicht von Experten schon heute veraltet. Die vorliegenden Pläne zeigten, dass die Bundesregierung aktuelle Entwicklungen in der KI-Forschung nicht im Blick habe, sagte der Professor für Medieninformatik Florian Gallwitz von der Technischen Hochschule Nürnberg dem Nachrichtenportal T-Online. "Der Begriff Künstliche Intelligenz hat vor acht bis zehn Jahren einen dramatischen Bedeutungswandel erfahren. Davon scheinen die Leute, die diese Strategie geschrieben haben, aber nichts mitbekommen zu haben", so Gallwitz weiter. Dies führe dazu, dass "ein Forschungsbereich verstärkt staatlich gefördert wird, der eigentlich gar nicht gebraucht wird, während die wichtigen Themen auf der Strecke bleiben". So lasse das Papier die Erfolge durch künstliche neuronale Netze und selbstlernende Systeme fast völlig außer Acht. Der Begriff "Deep Learning" etwa tauche "auf 47 Seiten nicht ein einziges Mal auf", kritisierte der Professor. Das sei aber ein zentrales Thema bei führenden Konzernen wie Google, Microsoft oder Tesla. Stattdessen wolle die Regierung Technologien und Konzepte fördern, "die zum Teil schon vor 30 Jahren als veraltet" gälten. Wenn dies der Kenntnisstand der Bundesregierung sei, "haben wir wirklich ein Problem". Laut Kanzerlamtschef Helge Braun (CDU) habe die Bundesregierung ihre KI-Strategie bewusst "breit angelegt". "Erfolgreiche Ansätze aus der Forschung - etwa im Bereich des maschinellen Lernens - wollen wir rasch in die Anwendung bringen", sagte Braun dem Nachrichtenportal T-Online. "Eine Eingrenzung auf aktuell genutzte Methoden würde aber den Blick auf neue Forschungsergebnisse und Entwicklungen verstellen", so der Kanzerlamtschef weiter. Laut der im November 2018 vorgelegten KI-Strategie will die Bundesregierung die Forschung, Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien in Deutschland gezielt fördern. Bis 2025 will sie dafür drei Milliarden Euro bereitstellen. Foto: Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

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