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FDP fordert „Digitalpakt 2.0“ für Schulen

Die FDP hat die Bundesregierung angesichts der Unsicherheiten beim weiteren Verlauf der Corona-Pandemie aufgefordert, für die Digitalisierung der Schulen vorgesehenes Geld schneller zur Verfügung zu stellen und einen neuen Digitalpakt mit den Ländern zu verhandeln. „Es ist staatliche Pflicht, die Beschulung sicherzustellen, sowohl in Form von Präsenz- als auch durch digitalen Unterricht“, sagte FDP-Vize Katja Suding dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben). „Mit einem Digitalpakt 2.0 muss Bildungsministerin Anja Karliczek endlich einen Quantensprung für die flächendeckende Digitalisierung der Schulen wagen“, so Suding.

Der Schulunterricht müsse pandemiefest werden. „Weiterer Unterrichtsausfall würde massive Konsequenzen für die Bildungschancen vieler junger Menschen haben. Das dürfen wir nicht zulassen“, so Suding. In einem „Aktionsplan Schule“ von Suding heißt es, um für eine etwaige zweite Welle und eventuell notwendig werdende lokale Schulschließungen gewappnet zu sein, müssten alle Schulen für ein akutes Umschalten von Präsenzunterricht auf digitales Home-Schooling fit gemacht werden. „Die letzten Tage haben gezeigt, wie fragil die Lage ist“, sagte Suding. Nötig sei, dass die im Digitalpakt vereinbarten Mittel nicht erst bis 2024, sondern deutlich schneller flössen. „Hier wäre wesentlich mehr Ehrgeiz von Frau Karliczek gefragt. Der Digitalpakt muss radikal vereinfacht werden“, forderte Suding. Die FDP-Politikerin verlangte zudem, die Bildungsministerin solle umgehend in die Verhandlungen und Planungen zu einem „Digitalpakt 2.0“ mit den Ländern und dem Bundestag einsteigen. „Damit bis zum Ende der aktuellen Förderperiode zu warten, wäre fahrlässig“, sagte sei. „Die Digitalisierung des Unterrichts ist eine Daueraufgabe – dafür brauchen die Schulen schon heute Planungssicherheit“, so Suding.

Foto: Abgeschlossenes Schultor, über dts Nachrichtenagentur

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