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FDP: Steinbrück ist „außenpolitisches Sicherheitsrisiko“

Berlin – Die Kritik an den abfälligen Italien-Äußerungen von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück reißt nicht ab: „In die Schweiz schickt er die Kavallerie, nach Zypern die Piraten, italienische Politiker sind für ihn Clowns: Peer Steinbrück hat mehr als deutlich unter Beweis gestellt, dass er ein außenpolitisches Sicherheitsrisiko ist“, sagte der Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Volker Wissing, „Handelsblatt-Online“. „Er mutiert zunehmend zu einem deutschen Peerlusconi.“ Was Steinbrück gerne mit „Klartext“ umschreibe, sei in Wahrheit „Stammtisch der untersten Kategorie“.

Die SPD-Linke stärkte Steinbrück den Rücken. Steinbrücks Clown-Bezeichnung sei „mit Blick auf Herrn Berlusconi eher noch freundlich ausgefallen“, sagte der Koordinator der Linken im SPD-Bundesvorstand, Ralf Stegner, „Handelsblatt-Online“. „Insofern finde ich daran nichts kritikwürdig.“ Im Übrigen habe er selbst bei Twitter das gleiche Bild mit den zwei Clowns gewählt, fügte der Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein hinzu. Nach Steinbrücks umstrittenen Äußerungen zum Wahlausgang in Italien hatte Staatspräsident Giorgio Napolitano ein Abendessen mit dem SPD-Kanzlerkandidaten abgesagt. „Bis zu einem gewissen Grad bin ich entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben“, hatte Steinbrück am Dienstagabend in Potsdam gesagt. Er spielte damit auf das Abschneiden des Spitzenkandidaten der Protestbewegung „5 Sterne“, Beppe Grillo, und von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi an. Das Treffen mit Napolitano war für Mittwochabend geplant.

Foto: Peer Steinbrück, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Man muß mit den Zuständen umgehen wie sie sind und akzeptieren, dass das italienische Volk so gewählt hat. Mit der Diffamierung der Politiker dort, diffamiert man auch die Wähler.

    Was wäre geworden, wenn man im sog. „Kalten Krieg“ so mit dem politischen Gegener umgegangen wäre? In der tat kann man diese Anmaßung als ein Sicherheitsrisiko bezeichnen.

    Die Welt hat sich nunmal geändert, das sollte auch die SPD erkennen. Punkte damit sammelt sie jedenfalls nicht. Es kommen noch Zeiten, an denen auch diejenigen, die an den Preussischen Nachwehen leiden, erkennen, dass nicht die ganze Welt nach ihrer Pfeife tanzt.

    Das ist auch gut so und entspricht dem Individuum Mensch in seinem jeweiligen Umfeld.

  2. So wie die Transaktionssteuer letztendlich der Kunde und nicht die Bank bezahlt, so straft die SPD damit den Wähler ab und nicht den Politiker.

    Die berühmte Schere zwischen solchen Politikern und den Wählern geht damit weiter auseinander. Die Quittung werden auch sie bekommen, wenn auch über den Umweg anderer EU-Länder.

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