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FDP verlangt „nationalen Stresstest“ für Gesundheitssystem

Um besser auf eine mögliche zweite Corona-Welle im Herbst vorbereitet zu sein, fordert die FDP-Fraktion einen „nationalen Stresstest“ für das gesamte Gesundheitssystem. Zeitnah müssten für „das gesamte Gesundheitssystem mit seinen personellen, materiellen wie finanziellen Ressourcen“ verschiedene epidemiologische Szenarien durchgespielt werden, heißt es in einem Antrag der FDP-Fraktion, über den der Fachdienst „Tagesspiegel Background Gesundheit & E-Health“ berichtet. Auf den Prüfstand gehörten dabei die ambulante und stationäre Versorgung, der öffentliche Gesundheitsdienst, die Pflegeeinrichtungen, die Arzneiversorgung und auch die Finanzierung durch Bund, Länder und Krankenversicherungen.

Zudem müsse ein „Konzept zur Vorbereitung der Wirtschaft“ auf eine zweite Corona-Welle erarbeitet werden. „Wir sollten die Zeit über den Sommer nutzen, um unsere Kapazitäten im Gesundheitswesen effizient zu nutzen und auszuweiten“, sagte der FDP-Abgeordnete Andrew Ullmann. „Eine erneute hektische und teure Reaktion der Bundesregierung können wir uns kein zweites Mal leisten.“ Als Vorbild für die Vorbereitung auf mögliche künftige Krisen empfehlen die Liberalen das internationale Bankensystem. Seit der Finanzkrise 2008 müssten sich europäische Banken regelmäßig einem Stresstest unterziehen.

Foto: Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

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