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FDP will Corona-Stabilisierungsfonds für Reisebüros öffnen

Die FDP fordert, den sogenannten Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung auch für kleine Unternehmen der Reisebranche zu öffnen. Angesichts der Coronakrise "stehen zahlreiche Existenzen und Arbeitsplätze auf dem Spiel, deren Bestandsgefährdung in Summe erhebliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte", heißt es in einem Antrag der FDP-Bundestagsfraktion, der am Freitag in den Bundestag eingebracht werden soll und über den das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) berichtet. Für große Unternehmen sei diesbezüglich der Wirtschaftsstabilisierungsfonds geschaffen worden.

Dieser stehe kleineren Unternehmen jedoch nicht zur Verfügung. "Dies gilt es zu ändern, um die Finanzierungsmöglichkeiten auch für kleine Unternehmen zu erweitern und zu erleichtern", heißt es in dem Antrag weiter. Dies helfe "Veranstaltern und Reisebüros durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Corona-Pandemie". Der FDP-Bundestagsabgeordnete Roman Müller-Böhm sieht dringenden Handlungsbedarf: "Bisher hat die Bundesregierung für die Reisebranche nichts getan", sagte er der Zeitung. Acht Wochen lang habe man "leere Versprechungen gemacht" und am Ende doch nichts getan. "Das ist unverantwortlich gegenüber den Betroffenen", so der FDP-Politiker weiter. Der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Norbert Fiebig, begrüßte den Vorstoß der Liberalen. "Die Forderungen der FDP treffen den Kern des Problems. Das sollte auch Bundeswirtschaftsminister Altmaier erkennen und endlich handeln", sagte Fiebig dem "Handelsblatt". Man brauche für die "zumeist mittelständisch geprägten 11.000 Reisebüros und 2.300 Reiseveranstalter passende Instrumente", so der DRV-Präsident.

Foto: Urlaubsangebote im Reisebüro, über dts Nachrichtenagentur

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