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FDP will Firmen zur Offenlegung von Lohnlücken verpflichten

Die FDP will Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern verpflichten, ihre jeweilige Lohnlücke zwischen Männern und Frauen offenzulegen: Einen entsprechenden Antrag zum sogenannten Gender Pay Gap wird der FDP-Vorstand beim Parteitag einbringen, der am Freitag beginnt. "Wir müssen einen liberalen Feminismus definieren. Wir brauchen keine Gesetze, die sicherstellen, dass Frauen genauso viel wie Männer verdienen. Transparenz ist der beste Hebel gegen unfaire Löhne", sagte Maren Jasper-Winter, die für die FDP im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt und den Antrag maßgeblich formuliert hat, dem Nachrichtenmagazin Focus. Frauen verdienen durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Berücksichtigt man Faktoren wie Teilzeitarbeit und Qualifikationsunterschiede, liegt die Lohnlücke bei sechs Prozent. Aus der Wirtschaft regt sich Widerstand gegen die FDP-Forderung. "Weitere bürokratische Berichtspflichten zum Gender Pay Gap für Unternehmen sind keine konstruktive Lösung, insbesondere Tarifverträge sind schon heute einsehbar", heißt es von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Auch innerhalb der FDP ist das Vorhaben umstritten. "Wir müssen aufpassen, dass wir die Unternehmen nicht mit zu viel Bürokratie überfordern", sagte der baden-württembergische FDP-Landeschef Michael Theurer. Aber auch die Wirtschaftspolitiker der FDP trügen den Vorschlag mit, "weil das gesellschaftliche Signal wichtig ist". Der Vorstoß ist Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem mehr Frauen in die FDP geholt werden sollen. Der Anteil der weiblichen Mitglieder liegt derzeit bei nur 21 Prozent. Künftig möchte die Bundes-FDP mit den Landesverbänden Zielvereinbarungen treffen, damit mehr Frauen in Ämter aufrücken. "Wir halten diese Zielvereinbarungen für besser als eine starre Quote. Eine Quote ist in der FDP derzeit nicht mehrheitsfähig", sagte Jasper-Winter dem Nachrichtenmagazin Focus. Die Partei will zudem mit einem Verhaltenskodex Sexismus entgegentreten . Foto: Glasfassade an einem Bürohaus, über dts Nachrichtenagentur

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