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Filmbranche schlägt wegen Coronakrise Alarm

Die Filmbranche schlägt wegen der Coronakrise Alarm. „Es gibt von der Politik bisher leider keinerlei Perspektive oder gar eine klare Ansage, unter welchen Bedingungen die Kinos wieder öffnen können“, sagte der Chef von Constantin Film, Martin Moszkowicz, dem „Handelsblatt“. Der aktuelle Shutdown mache ihm „die größten Sorgen“.

Jede Woche würden allein bei den deutschen Kinobetreibern Verluste von knapp 20 Millionen Euro auflaufen. Die Gesamtschäden würden „mit Sicherheit in die Milliarden gehen“, weil der wichtigste Vertriebsweg für Filme durch die Corona-Maßnahmen blockiert ist und Neuproduktionen derzeit weitgehend unmöglich sind. Ein zusätzliches Problem für die Filmwirtschaft: „Das Infektionsrisiko oder das Risiko eines erneuten Shutdowns wird in den klassischen Filmversicherungen und Fertigstellungsversicherungen ausgeschlossen. Banken können mit dieser Risikolage nicht zwischenfinanzieren.“ Der Constantin-Chef schlägt deshalb vor, „dass zum Beispiel die KfW oder Hermes mit Ausfallgarantien einspringen könnten“. Während der SARS-Epidemie habe die US-Regierung „dieses Instrument schon mal erfolgreich übernommen“. Moszkowicz weiter: „Alle werden hart getroffen, aber am dramatischten ist wohl die Situation bei zehntausenden Künstlern und Selbständigen. Viele von denen haben keine großen Reserven und müssen schon im Normalbetrieb eher von der Hand in den Mund leben.“ Er hoffe, „dass die Menschen gerade jetzt verstehen, wie systemrelevant auch Kultur ist – Galerien, Ausstellungen, Museen, Theater, Oper, Ballett, Konzerte, Filme.“ Andererseits habe er „die Befürchtung“, dass die Kunstbranche in den aktuellen Shutdown- und Lockerungs-Debatten generell „hinten runterfallen könnte“.

Foto: Kino, über dts Nachrichtenagentur

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