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Finanzexperten fordern Reform der Pensionen

Berlin - Angesichts des drohenden Anstiegs der Pensionslasten fordern Experten in der "Welt am Sonntag" einschneidende Reformen. Nach Berechnungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen schnellen die Versorgungslasten von Bund und Ländern von 32,5 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 52 Milliarden Euro im Jahr 2023 in die Höhe. Um den Kostendruck zumindest abzumildern, plädiert Raffelhüschen dafür, dass "sämtliche Rentenreformen der vergangenen Jahren wirkungsgleich auf die Pensionen übertragen werden - hier gibt es noch erheblichen Nachholbedarf".

So sei zwar die Riesterrentenreform von 2001 übertragen worden. "Doch was fehlt, ist der Nachhaltigkeitsfaktor und gerade der bringt die größten Einspareffekte", kritisiert Raffelhüschen. "Der demografische Wandel betrifft die Beamten genauso wie alle anderen, deshalb muss sich das auch in ihrem Alterssicherungssystem widerspiegeln", fordert Raffelhüschen. Der Nachhaltigkeitsfaktor sollte laut seinem Reformvorstoß das Verhältnis von Pensionären zu Steuerzahlern widerspiegeln ­- und damit sogar noch schärfer wirken als im Rentensystem. Jens Boysen-Hogrefe, Finanzwissenschaftler am Kieler Institut für Weltwirtschaft, spricht sich gleichfalls dafür aus, den Nachhaltigkeitsfaktor auf die Pensionen zu übertragen. "Angesichts der sich abzeichnenden Belastungen sollten die Pensionslasten eingeschränkt werden", sagte der Ökonom. "Am sinnvollsten wäre es, die Pensionen an die Entwicklung der Steuereinnahmen zu koppeln", so Boysen-Hogrefe.

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