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Flugzeuge mit Coronavirus-Verdachtsfällen werden umgeleitet

Der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel, hat angesichts des sich weiter ausbreitenden Coronavirus auf die Notfallpläne deutscher Flughäfen verwiesen. „Die Internationalen Gesundheitsvorschriften der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sehen für Deutschland fünf Flughäfen vor, die zum Schutz der öffentlichen Gesundheit sogenannte Kernkapazitäten vorhalten müssen“, sagte Beisel der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). Im Falle der Ankunft eines Passagierflugzeuges, welches einen Verdachtsfall an Bord habe, würde die betreffende Maschine zu einem dieser Flughäfen umgeleitet.

„In Deutschland zählen dazu Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München und Berlin“, sagte Beisel. Grundsätzlich seien die Gesundheitsbehörden der jeweiligen Bundesländer zuständig für die Umsetzung der Maßnahmen. „Notfallpläne für den Umgang mit gefährlichen Infektionen auf deutschen Flughäfen existieren seit Jahren und haben sich in der Vergangenheit bewährt, so etwa 2003 bei SARS, 2006 bei einem Fall von Lassafieber oder 2009 im Zuge der Ausbreitung der Schweinegrippe“, sagte Beisel. „Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Notfallpläne sind Erkenntnisse und Vorschriften der Weltgesundheitsorganisation.“

Entwarnung nach Coronavirus-Verdachtsfall in Berlin

Der erste Verdachtsfall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus 2019-nCoV in Berlin hat sich nicht bestätigt. Das berichtet der RBB unter Berufung auf die Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Patientin wurde demnach negativ auf das Virus getestet.

Die Frau war am Samstag mit Symptomen ins DRK-Klinikum Mitte in Berlin-Wedding gekommen. Zuvor hatte sie sich in China aufgehalten. In der Volksrepublik hatte sich die Zahl der Todesfälle durch das neue Coronavirus zuletzt weiter erhöht. Bisher fielen Behördenangaben zufolge mindestens 56 Menschen dem Virus zum Opfer. Die Zahl der Infizierten beträgt aktuell 1.975. Experten befürchten, dass die tatsächlichen Zahlen noch weitaus höher liegen könnten. Auch in Europa waren am Freitag die ersten Virus-Fälle nachgewiesen worden. In Frankreich wurden insgesamt drei Patienten positiv getestet – ein Fall in Bordeaux, zwei weitere in Paris. In Singapur, Vietnam, Südkorea, Thailand, Taiwan, Japan, Nepal, Malaysia, Australien und den USA wurden ebenfalls bereits Infizierte festgestellt.

 

Foto: Flugzeugkabine mit Cockpit-Tür, über dts Nachrichtenagentur

 

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