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„Focus“: Geheimdeal um russische Spione aus Marburg

Berlin - US-Sicherheitsbehörden wollen offenbar ein in Deutschland angeklagtes russisches Spionage-Paar gegen in Moskau inhaftierte CIA-Agenten eintauschen. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise berichtet, haben die Amerikaner bereits die Bundesregierung kontaktiert und um die Aussetzung des Strafverfahrens gegen die mutmaßlichen Moskauer Agenten Andreas und Heidrun A. gebeten. Juristische Grundlage für den geheimen Deal ist Paragraph 153d der Strafprozessordnung, der die Strafverfolgung stoppen kann, falls ein Prozess zu schweren Nachteilen für die Bundesrepublik führt oder öffentliche und politische Interessen geschädigt werden.

Die Bundesanwaltschaft hat das bislang in Marburg lebende Ehepaar A. erst Mitte September wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit angeklagt. Der Ingenieur und seine Frau zählen als so genannte Illegale zur absoluten Elite der russischen Geheimdienste. Sie kamen Anfang der 90er-Jahre als angebliche Österreicher mit südamerikanischer Herkunft nach Deutschland. Seither sollen sie laut Bundesanwaltschaft politische und militärische Strategien der NATO ausgekundschaftet haben. Der Sprecher der Bundesanwaltschaft, Staatsanwalt Marcus Köhler, verwies auf die jüngst eingereichte Anklage vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Das weitere Verfahren bleibe jetzt abzuwarten, sagte er zu "Focus".

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