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Forscher stellen Glyphosat-Bewertung der EU-Behörden in Frage

Der Streit um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat spitzt sich weiter zu. Nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) vor Kurzem Entwarnung gab und den Stoff als "wahrscheinlich nicht krebserregend für Menschen" einstufte, hat sich nun eine Gegenbewegung in der Wissenschaft formiert, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Knapp 100 internationale Forscher erheben in einem offenen Brief an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis schwere Vorwürfe gegen die Efsa und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Die Analyse der deutschen Behörde sowie die darauf aufbauende Bewertung der Efsa enthalte schwerwiegende Mängel, sie sei in Teilen "wissenschaftlich unakzeptabel", und die Ergebnisse seien "durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt". In dem Schreiben, das der "Süddeutschen Zeitung" und dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) vorliegt, fordern die Wissenschaftler die EU-Kommission auf, bei ihren Entscheidungen "die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten". Die Risiken des weltweit am meisten verkauften Pestizids sind unter Wissenschaftlern umstritten, seit die Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation den Wirkstoff im Frühjahr als "wahrscheinlich krebserregend für Menschen" bewertet hat.

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