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Forschungsgruppe Wahlen: CDU und SPD in Niedersachsen gleichauf

Nach der am Vortag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest sieht nun auch die Forschungsgruppe Wahlen CDU und SPD in Niedersachsen gleichauf. Die FDP könnte knapp vor den Grünen drittstärkste Kraft werden, während die AfD mit einem deutlich schlechteren Ergebnis rechnen müsste als vor zwei Wochen bei der Bundestagswahl, teilte das ZDF am Freitag mit. Ob die Linke den Einzug in den Landtag schafft, bleibt unklar.

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, kämen CDU und SPD jeweils auf 33 Prozent, die FDP könnte mit 10 Prozent rechnen, die Grünen würden 9 Prozent erreichen, die Linke 5 Prozent und die AfD 7 Prozent. Die anderen Parteien lägen zusammen bei 3 Prozent. Damit hätte die amtierende Koalition aus SPD und Grünen keine parlamentarische Mehrheit mehr. Reichen würde es für eine große Koalition aus CDU und SPD, für eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP oder eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP, nicht aber für Rot-Rot-Grün. Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten in Niedersachsen hätte, liegt Amtsinhaber Stephan Weil (SPD) mit 49 Prozent vor seinem CDU-Herausforderer Bernd Althusmann, der nur auf 29 Prozent kommt (keinen von beiden: 4 Prozent; weiß nicht: 18 Prozent). Während Weil von den SPD-Anhängern (89 Prozent), denen der Grünen (73 Prozent) und der Linken (71 Prozent) mehrheitlich gewünscht wird, sprechen sich Mehrheiten der CDU-Anhänger (62 Prozent) und der FDP-Anhänger (67 Prozent) für Althusmann aus.

Besonders zufrieden sind die Befragten mit den Leistungen ihrer Landesregierung insgesamt und mit den beiden Koalitionspartnern nicht. Die Arbeit der Oppositionsparteien wird allerdings noch kritischer bewertet. So kommt die Landesregierung insgesamt auf der Skala von plus 5 bis minus 5 auf einen Durchschnittswert von 0,8, die SPD in der Regierung wird mit 1,1 eingestuft, und die Grünen liegen bei 0,2. Die Arbeit der CDU-Opposition im Landtag wird mit 0,5 benotet und die der FDP mit 0,1. Bei den aktuell wichtigsten Problemen in Niedersachsen wird das Thema Schule und Bildung am häufigsten (37 Prozent) genannt. Danach folgen die Themen Flüchtlinge und Asyl (22 Prozent), Familie (9 Prozent), Verkehr (8 Prozent) und unzureichende Infrastruktur (8 Prozent). Die Umfrage im Auftrag des ZDF wurde in der Zeit vom 2. bis 5. Oktober 2017 unter 1.083 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Niedersachsen telefonisch durchgeführt.

Foto: Niedersächsischer Landtag, über dts Nachrichtenagentur

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