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Gastronomie schaut optimistisch in die Zukunft

Zu Beginn des Jahres 2017 ließen die Ergebnisse des Jahres 2016 die Gastronomen und Hoteliers optimistisch in die Zukunft schauen. Vor allem die Frage ob sich der Inlandstourismus der Individualreisenden weiter so gut bestehen bleibt oder ob sich dieser noch steigern wird und wie sich die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt entwickeln, stimmte die Gastwirte positiv.

Ein Rückblick ins Jahr 2016

Die Gastronomie in Deutschland machte über 50 % des Umsatzes des Gastgewerbes in 2016 aus. In den vergangenen 10 Jahren stiegen die Umsatzzahlen der gesamten Gastronomie konstant an und werden für das vergangene Jahr auf rund 52 Milliarden Euro geschätzt. In Deutschland gibt es aktuell rund 73.366 Restaurants (incl. Systemgastronomie), 32.869 Imbissstuben, 11.298 Cafés und 4.156 Bars/Diskotheken. Das Personal in der Branche wird auf 383.000 ohne Gastronomie-Spezialisierung geschätzt und das umfasst Berufe beispielsweise die Fachkräfte im Gastgewerbe oder Restaurantfachmänner/-frauen. Der Bruttojahresverdienst betrug bei einem Vollzeitarbeitnehmer 2016 durchschnittlich 27.632 Euro. Für einen Werdegang im Gastgewerbe entscheiden sich viele junge Menschen nach ihrem Schulabschluss, wobei allerdings die Ausbildungszahlen in den meisten Berufen sinken. Sehr beliebt sind die Ausbildungen im Hotelbereich, bspw. als Hotelfachmann/-frau. Für eine Ausbildung zum Koch/Köchin entschieden sich 2015 rund 22.000 und 6.240 unterschrieben einen Ausbildungsvertrag als Re-staurantfachmann/-frau. 3.900 Personen traten eine Ausbildung zum Fachmann/-frau in der Systemgastronomie an.

Die Systemgastronomie: standardisierte Aufbau- und Ablaufprozesse

Durch standarisierte Aufbau- und Ablaufprozesse zeichnet sich die Systemgastronomie aus. Dort wird dem Kunden eine stets gleichbleibende Produktqualität garantiert. Die Systemgastronomie macht in Deutschland nach Umsatz fast 33,33 % der gesamten Gastronomie aus. Die Top 100 Unternehmen der Systemgastronomie in Deutschland erwirtschafteten im vergangenen Jahr rund 13 Milliarden Euro. Die wohl bekannteste Marke in der Systemgastronomie ist McDonald’s, die deutschlandweit rund 1.500 Restaurants betreibt und 2016 circa 3,14 Milliarden Euro erwirtschaftete. Ein Blick über den Ozean zeigt auf, dass der Umsatz der Filialen weltweit um 6 % zugelegt hat. Der Systemgastronom konnte in den USA durch Sonderangebote ein Plus von 4,1 % erwirtschaften – aber dennoch ist der Umsatz auf 5,8 Mrd. Dollar gesunken. Das liegt vor allem daran, dass die Filialen immer mehr an Franchisenehmer ausgegliedert werden. Zudem holen Mitbewerber wie das Unternehmen Nordsee und Vapina im Bereich der Systemgastronomie auf, womit der Branchenriese unter Druck gesetzt wird.

Wie sieht die Zukunft der Gastronomie in Deutschland aus?

Die prognostizierte Umsatzentwicklung in der Gastronomie in Deutschland weist bis in das Jahr 2021 eine konstant steigende Entwicklung und damit voraussichtlich volle Gastronomie Tische auf. Der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr 2017 wird auf rund 53.9 Milliarden Euro prognostiziert. Die Daten der Statistik von Statist beruhen auf dem aktuellen Branchenreport zur Gastronomie, in dem viele weitere statistische Informationen zur Struktur der Branche gebündelt sind. Berücksichtigt wurden dafür Unternehmen mit einem Jahresumsatz aus Lieferungen und Leistungen von über 17.500 Euro. Eben das kann zu abweichenden Werten im Vergleich der anderen Publikationen führen.

Die gastronomische Vielfalt in Deutschland

Die sieben großen bundesweiten Restaurant-Führer sind Michelin, Gault&Millau, Gausto, Schlemmeratlas, Varta, Feinschmecker und der Große Restaurant & Hotel Guide. Jährlich ermitteln Sie wie sich die Bewertungen der Restaurant-Guides auf das Ranking der deutschen Top-Gastronomie auswirkt, bevor sie erscheinen. Dazu wurde von dem Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste auch 2017 ein umfassendes Ranking erstellt, das alle 4.075 deutschen Restaurants umfasst - aus der gesamten deutschen Spitzengastronomie. Diese wurden professionell getestet und von einem oder mehreren der nationalen Restaurantführer für dieses Jahr empfohlen. Bereits ein Blick auf die 20 führenden Restaurants in Deutschland zeigt, wie vielfältig die Ga-stronomielandschaft ist. In allen Teilen Deutschlands sind die besten der beste zu finden. Nicht nur in den Metropolen wie München, Hamburg, Berlin und Leipzig , sondern auch in kleineren Städten und ländlichen Regionen. Nach den Auswertungen der aktuellen Reiseführer, gilt die Schwarzwaldstube in Baiersbronn auch 2017 als unangefochtene Nummer eins. Mit einem Punkt Vorsprung zieht, liegt das Aqua in Wolfsburg vor dem Gourmet-Restaurant Vendôme in Bergisch Gladbach auf dem zweiten Platz. Das Sonnora und das Gourmetrestaurant Überfahrt in Rottach-Egern teilen sich den vierten Platz in den Top 20.

Die deutschen kulinarischen Hochburgen

Bezogen auf die Zahl von ausgezeichneten Restaurants liegt der Süden Deutschlands weit vor. Für das Jahr 2017 empfehlen die sieben bundesweiten Restaurantführer 818 baden-württembergische und 802 bayerische Häuser. Gleich zwei Münchner Betrieben gelang es 2017 sich einen Platz in den Top 20 zu sichern. Auf dem 10. Rang landete das Tantris in der Johan-Fichte-Straße und auf dem 20. das Traditionshaus Dallmayr in der Dienerstraße. Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz platzieren sich auf den Rängen drei und vier. Sachsen behauptet sich erneut als stärkstes der neuen Bundesländer mit 118 empfohlenen Restaurants, vor Mecklenburg-Vorpommern mit 108 Spitzenrestaurants. Die bundesdeutsche Hauptstadt Berlin zeigt sich auf der gastronomischen Ebene auf Hauptstadt-Niveau, denn hier können die Gäste aus 172 ausgezeichneten Restaurants wählen.

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