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Genervt von der Wahlwerbung: US-Bürger schalten ab

Washington - Romney-Wahlwerbung:"There's suffering in this country. The President would prefer raising taxes." Aggressive Wahlwerbung überschwemmt derzeit die Fernsehkanäle im US-Bundesstaat Florida - einem sogenannten Swing State, der für den Ausgang der Präsidentschaftswahl von besonderer Bedeutung ist. Für Lupe und Jenn Garcia sind die Spots einfach nur nervig. Jenn Garcia ist genervt von der Wahlwerbung: "Wir nehmen Filme im Moment lieber auf. Dann können wir schnell vorspulen und müssen das nicht hören. Manchmal macht einen das echt verrückt." Lupe Garcia, sieht Wahlwerbung kritisch: "Es ist ein kleines bisschen Wahrheit drin und viel Erfundenes." Im Hintergrund plärrt ein live Wahlwerbespot: "Higher deficits. Chronic unemployment." Das Rennen um das Präsidentenamt ist eng. Die Spots von Republikanern und Demokraten versuchen, den jeweils gegnerischen Kandidaten schlecht zu machen. Live-Obama-Wahlwerbung: "Mitt Romney knows it's not Wall Street you have to worry about. It's Sesame Street." Die meisten Amerikaner sagen, sie können politische Werbung nicht ausstehen. Laut Studien werden mit den Wahl-Spots nur wenige unentschlossene Wähler in ihrer Entscheidung beeinflusst. Die Parteien setzen trotzdem auf Werbung. Die Kommunikationswissenschaftlerin Lauren Feldman meint: "Wir wissen aus der Forschung, dass Wut motivierend sein kann, auch bei unentschlossenen Wählern. Je größer der Ärger, desto eher gehen die Leute raus, spenden und wählen." In Florida sind umgerechnet mehr als 115 Millionen Euro an Spenden zusammengekommen, so viel wie in keinem anderen Bundesstaat. Rob Watson ist Professor für Amerikanistik und kann der Werbung wenigstens einen positiven Aspekt abgewinnen: "Wahrscheinlich ist das einzig Gute an der ganzen Wahlwerbung in Florida, das sie gut ist für die Wirtschaft in Florida. Die Sender haben gar nicht genug Sendezeit, um all die Spots zu zeigen." Für die US-Wahlwerbung werden in diesem Jahr wohl umgerechnet mehr als 770 Millionen Euro ausgegeben. Für die Garcias: reine Geldverschwendung. Lupe Garcia will den Republikaner Mitt Romney wählen. Jenn Garcia ist unentschlossen. Sie findet Themen wie Gesundheitsversorgung und Bildung wichtig. Daran ändert auch die Wahlwerbung nichts.

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