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Gentechnik: Lebensmittelhandel drängt EU zu mehr Klarheit

Deutschlands Lebensmittelhändler wollen Druck auf die EU-Kommission ausüben, damit die gentechnische Bearbeitung von Lebensmitteln besser entdeckt werden kann. Eine Kennzeichnung solcher Produkte könne den Verbrauchern „Wahlmöglichkeiten und eine eigenverantwortliche Kaufentscheidung“ ermöglichen, heißt es in einer Stellungnahme des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), über die der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe berichtet. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2018, in dem klargestellt wird, dass alle Organismen als gentechnisch verändert gelten, die mit neuen „Mutageneseverfahren“ hergestellt wurden.

Dabei muss nicht unbedingt fremdes Erbgut in die DNA eingebracht werden, es reicht schon, Genomsequenzen zu bearbeiten. Bislang ist der Einsatz solcher Methoden schwer nachzuweisen. Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik begrüßt den Vorstoß des BVLH: „Die Menschen wollen wissen, was in ihrem Essen steckt.“

Foto: Tomaten an einem Gemüsestand, über dts Nachrichtenagentur

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