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Gerade einmal 33.000 arbeitslose EU-Bürger weniger

EuropaflaggeBerlin – Kann wirklich über die aktuelle Zahl von 33.000 EU-Bürgern, die nicht mehr arbeitslos sind, gejubelt werden? Sind 33.000 weniger Arbeitslose in der EU wirklich ein derartiger Fortschritt, dass es für Schlagzeilen wie „Arbeitslosigkeit gesunken“ reicht? Den 33.000 inzwischen Beschäftigten stehen immer noch 27 Millionen Arbeitslose gegenüber. Gegenüber dem Vergleichsmonat Juli 2012 lag die Arbeitslosenquote in der EU 0,5 Prozent höher. Waren im Juli 2012 10,5 EU-Bürger arbeitslos, waren es im Juli 2013 11 Prozent. Woher also kommt der Grund zur Freude über eine um 33.000 verringerte Zahl gegenüber dem Vormonat? Oder sollte die Zahl wirklich als Schritt in die richtige Richtung gesehen werden?

Jugendarbeitslosigkeit Thema Nummer 1

Bereits vor der großen Politikerkonferenz im Mai 2013 zum Thema Jugendarbeitslosigkeit in Europa erklärte der Ökonom Wolfgang Schwarz, dass die heute arbeitslosen Jugendlichen ein Leben lang unter schlechteren Job-Bedingungen zu leiden haben werden. Auch ihre Löhne würden geringer ausfallen. Doch was ist mit dem Selbstvertrauen dieser Menschen? Psychische Narben werden bleiben, und Frust. Jobben einmal hier, einmal dort, wo sich eben Gelegenheit bietet, bis irgendwann selbst der Gelegenheitsjob ausbleibt.

Die Zukunft? Ohne Perspektiven! Eine ganze Generation geht für die Gesellschaft und Wirtschaft verloren, von dem eigenen Leid der jungen Menschen abgesehen. Wenn nicht eine ganze Generation, dann doch zumindest über 6 Millionen junge Menschen. In den kommenden zwei Jahren sollen immerhin sechs Milliarden Euro in jene Länder fließen, in denen die Jugendarbeitslosigkeit über 25 Prozent liegt. Und Jugendliche sollen in andere Länder übersiedelt werden, in denen für sie Berufsmöglichkeiten bestehen. So sollen in den nächsten vier Jahren 5.000 Jugendliche aus Spanien nach Deutschland kommen, in das Land in dem die Jugendarbeitslosigkeit mit 7,6 Prozent in Europa noch am geringsten ist.

Keine Bewegung bei den Arbeitslosenquoten

Am meisten Arbeitslose, gemäß der jüngsten Veröffentlichung von Eurostat, gibt es nach wie vor in Griechenland und Spanien. In Deutschland stieg die Arbeitslosenzahl von 5,7 Prozent im Juli auf 6,8 Prozent im August 2013, so die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit. Österreich und Luxemburg konnten noch bessere Zahlen aufweisen. Die Gründe für die Arbeitslosigkeit wurden von Experten oftmals untersucht. Viele Experten, viele Meinungen, doch in einem Punkt sind sie einig: Die Gründe für die Arbeitslosigkeit ist so vielfältig, wie es Länder in Europa gibt. In jedem EU-Land werden andere Faktoren angeführt, obwohl allen die Krise in Europa gemein ist. Fakt, so die Wirtschaft- und Arbeitsexperten, 2014 soll sich erstmals eine Besserung bei der Arbeitslosensituation in Europa abzeichnen. Hoffentlich gibt dann eine größere Zahl als 33.000 Grund zur Freude.

Foto: © alterfoto

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