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Gerhardt: Rösler sollte sich selbst hinterfragen

Berlin – Das FDP-Präsidiumsmitglied Wolfgang Gerhardt hat dem Vorsitzenden seiner Partei, Philipp Rösler, dazu geraten, sich selbst zu hinterfragen. „Politik erfordert von jedem, sich immer wieder zu überprüfen, ob man seine Aufgaben noch schafft“, sagte Gerhardt dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Gleichzeitig fordert der frühere FDP-Chef ein rasches Vorziehen des Bundesparteitags gleich nach der Wahl in Niedersachsen.

So könne die FDP schneller Spitzenpersonal, Programm und Koalitionsaussage für die Bundestagswahl bestimmen. „Der geplante Termin im Mai ist zu spät, darüber muss sich das Präsidium unverzüglich Gedanken machen“, drängt Gerhardt auf eine Entscheidung. Bayerns FDP-Wirtschaftsminister Martin Zeil erklärt in „Focus“ die Landtagswahl in Niedersachsen zur „wichtigen Wegmarke“ für Röslers politisches Schicksal. Gleich danach müsse die FDP entscheiden, „mit welchem Team, Vorsitzenden und Spitzenkandidaten“ sie in die Bundestagswahl im kommenden Herbst ziehen wolle, so Zeil. „Der Parteichef muss seine Führungsverantwortung wahrnehmen.“ Andere Präsidiumsmitglieder wie Alexander Alvaro fordern ein Ende der öffentlichen Kritik an Rösler. „Reißt euch zusammen, die FDP darf nicht länger das Bild einer zerstrittenen Partei abgeben. Mit Selbstbeschäftigung gewinnen wir keine Wahlen“, erklärte Alvares.

Foto: Philipp Rösler, über dts Nachrichtenagentur

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